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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 169 Abbildung 21: Anzahl der Auszubildenden MTA-F in Berlin und Brandenburg im Zeitverlauf 50 45 40 35 30 25 20 15 10 5 - 43 38 39 40 41 25 11 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 Berlin Quelle: Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg Nicht alle Auszubildenden beenden ihre Ausbildung erfolgreich – entweder weil sie die Abschlussprüfung nicht bestehen oder weil vor der Beendigung ein Abbruch erfolgte. In der Ausbildung zu MTA-F ist in den vergangenen Jahren niemand durch die Abschlussprüfung gefallen und auch die Ausbildungsabbrüche haben in den letzten Jahren nur in geringem Ausmaße eine Rolle gespielt. Daher entspricht aufgrund der dreijährigen Ausbildungsdauer ungefähr ein Drittel der Auszubildendenzahlen dem jährlich neu zur Verfügung stehenden Fachkräftenachwuchs. Neben den reinen Ausbildungszahlen geht es auch darum, zu erörtern, welchen Stellenwert die Ausbildung für die Einrichtungen hat. Die Einrichtungen wurden gefragt, ob sie im gegenwärtigen Ausbildungsjahr Fachpraktika für die schulische Berufsausbildung anbieten. Von den 23 Antwortenden mit Beschäftigten MTA-F gaben vier an, solche Plätze anzubieten. Allerdings wird von diesen wenigen Einrichtungen eine Vielzahl an Plätzen angeboten. 4.8.3 Zukünftige Beschäftigungsentwicklung und Fachkräftenachfrage Stabile bis steigende Beschäftigungserwartung für die nächsten Jahre In der medizinisch-technischen Assistenz für Funktionsdiagnostik kann in Berlin und Brandenburg mit einer stabilen bis leicht steigenden Beschäftigungsentwicklung gerechnet werden. Zwischen 2011 und 2013 hat in den befragten Einrichtungen die Beschäftigung von MTA-F sowohl in Berlin als auch in Brandenburg zwar leicht abgenommen, gleichzeitig wurden aber insbesondere in Berlin eine Vielzahl neuer Einstellungen vorgenommen. Dies spricht für eine stabile Beschäftigungsentwicklung, die sich auch in der Erwartung der befragten Einrichtungen widerspiegelt. Für den weiteren Verlauf des Jahres 2014 erwarten

170 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg 79 Prozent der Befragten einen gleichbleibenden Beschäftigtenbestand. Bei der Vorausschau auf die Jahre 2015 bis 2017 steigt der Anteil der Einrichtungen, die eine Beschäftigungszunahme erwarten, auf 28 Prozent. Gleichzeitig nimmt für diesen Zeitraum die Unsicherheit in der Einschätzung der weiteren Entwicklung zu. Da sich unter den Antwortenden mit steigender Beschäftigungserwartung Einrichtungen mit einem hohen Beschäftigtenbestand befinden, ist davon auszugehen, dass diese konkreten Erweiterungsbedarf haben. Dementsprechend kann insgesamt mit einer leicht positiven Beschäftigungsentwicklung bei den MTA-F gerechnet werden. Tabelle 98: Tendenzen künftiger Beschäftigungsentwicklung in der beruflichen Tätigkeit MTA-F – Aussagen online befragter Einrichtungen in Berlin und Brandenburg Beschäftigungszeiträume Tendenzen der Beschäftigungsentwicklung MTA für Funktionsdiagnostik steigend gleichbleibend fallend noch unklar Anteile der Antwortenden in Prozent 2014 14 79 4 4 2015-2017 28 48 3 21 Quelle: SÖSTRA/IMU Einrichtungsbefragung 2014 Für den Zeitraum nach 2017, für den aufgrund der Langfristigkeit nur Aussagen mit Schwankungsbreiten in 1.000er Größenordnungen möglich sind, ist aufgrund der geringen Bestandszahlen keine solide Abschätzung der weiteren Entwicklung möglich. Dem alters-, fluktuations- und erweiterungsbedingten Fachkräftebedarf stehen angebotsseitig Potenziale aus dem Bestand der Arbeitslosen sowie im Rahmen der Ausbildung zur Verfügung. Der Arbeitslosenbestand ist jedoch zu vernachlässigen, da dessen Potenzial weitgehend ausgeschöpft ist. Legt man die aktuellen Absolventenzahlen zu Grunde, so ist jährlich mit rund 15 neuen Fachkräften (alle in Berlin) zu rechnen. Dementsprechend sind bis 2020 rund 100 neue Fachkräfte durch Ausbildung zu erwarten. Aufgrund des geringen Beschäftigungsumfangs scheinen die Ausbildungskapazitäten ausreichend für eine Fachkräftebedarfsdeckung, ggf. könnte bei absehbaren Engpässen auch nachgesteuert werden. 4.8.4 Berufsspezifische Handlungsempfehlungen Die derzeitige Fachkräftesituation bei den MTA-F ist als verhältnismäßig entspannt zu bezeichnen. Dementsprechend richten sich die aufgezeigten Bedarfe auf die Abmilderung zukünftiger Entwicklungen. • Bei den Überlegungen zur weiteren Deckung des Fachkräftebedarfs in den MTA-Berufen sollten auch die Möglichkeiten, die sich aus der beruflichen Umorientierung von medizinischen Fachangestellten (MFA) ergeben, berücksichtigt werden. In diesem Falle wäre zu prüfen, ob Ausbildungsinhalte der MFA-Ausbildung auch auf die Ausbildung der

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