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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 167 ein späteres Studium (z. B. Medizin) dient und daher ein gewisser Anteil an MTA-F nicht in diesem Beruf weiterarbeitet. Eine Ursache für einen Berufswechsel kann im Lohnniveau begründet liegen. Für die MTA- F lassen sich Angaben über die monatlichen Bruttoarbeitsentgelte der sv-pflichtig Vollzeitbeschäftigten (ohne Auszubildende) zum Stichtag 31.12.2012 heranziehen. Aufgrund der geringen Anzahl der Beschäftigten in Berlin und Brandenburg liegen diese Angaben nur für Deutschland insgesamt vor. Danach lag das nominale monatliche Medianentgelt 158 der sv-pflichtig vollzeitbeschäftigten MTA-F bei 3.015 Euro. Um die Angaben auch in das regionale Entgeltgefüge einordnen zu können, ist darauf zu verweisen, dass der Vergleichswert für alle Beschäftigten 2012 in Berlin bei 2.744 Euro und in Brandenburg bei 2.177 Euro lag. 159 Gemessen an den Entgeltstrukturen der untersuchten Berufe spricht dieser Medianlohn – auch wenn für Berlin und Brandenburg von einem geringeren Lohnniveau ausgegangen werden muss – für eine relativ geringe Fluktuation. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen wird angenommen, dass die Fluktuation ungefähr auf dem Niveau der Gesundheits- und Krankenpfleger/innen liegt, bei denen es sich ebenfalls um examinierte Fachkräfte mit relativ hohen Entgelten handelt. Hierbei ist zwischen der Berufstreue im engen (Verbleib im gleichen Gesundheitsberuf) und der Berufstreue im weiten Verständnis (Verbleib im gleichen Gesundheitsberuf oder ähnlichen Berufen) zu unterscheiden. In Berlin waren 15 Jahre nach Ausbildungsabschluss ca. 17 (eng) bzw. 9 Prozent (weit), in Brandenburg ca. 14 (eng) bzw. 2 Prozent (weit) aus dem Beruf ausgeschieden (vgl. Wiethölter 3/2012, S. 23 f.). Bei der Übertragung dieses Befundes auf die MTA-F hat dies entsprechende Auswirkungen auf die notwendige Deckung des Fachkräftebedarfs. 4.8.2 Arbeitskräfteangebot Sinkende Arbeitslosenzahlen bei stetem Fachkräftebedarf Der Bestand an Arbeitslosen verweist auf nicht genutzte Gestaltungsspielräume des Arbeitsmarktes. Für die berufsspezifischen Arbeitslosenzahlen liegen Zeitreihen der Jahresdurchschnitte von 2007 bis 2013 vor. Abgebildet wird der Zielberuf der arbeitslos gemeldeten Personen (vgl. Abbildung 20). 158 Der Median ist der Wert einer Verteilung, der genau in der Mitte aller Einzelwerte liegt. Ein Einkommensmedian von 2.500 Euro im Jahr besagt, dass zu diesem Zeitpunkt jeweils gleich viele Beschäftigte mehr oder weniger verdienten. Im vorliegenden Fall wird der Median auf Vollzeitbeschäftigte Personen angewandt. Ein Vorteil des Medians ist, dass er relativ robust gegen hohe und niedrige Einzelwerte ist, anders als das bekanntere arithmetische Mittel. Ein weiterer Grund für die Verwendung des Einkommensmedians ist die Zensierung durch die Beitragsbemessungsgrenze. In den Entgeltmeldungen muss nur das Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze angegeben werden. Siehe hierzu Wiethölter et al. 2013: Die Gesundheitswirtschaft in Berlin- Brandenburg; IAB-Regional Berlin-Brandenburg 01/2013, S. 52 159 Dabei ist zu beachten, dass in allen Fällen, in denen Angaben für Deutschland, Berlin und Brandenburg vorliegen, ausnahmslos im Bund der Medianwert am höchsten ist, gefolgt von Berlin und Brandenburg.

168 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Abbildung 20: Bestand an Arbeitslosen MTA-F 2007-2013 (Jahresdurchschnitte) 20 18 18 16 14 12 10 8 6 6 12 5 9 6 10 6 6 5 11 7 9 6 4 2 0 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Berlin Brandenburg Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Der Beruf weist geringe sowie stagnierende Arbeitslosenzahlen auf. Entsprechend bietet das Reservoire an Arbeitssuchenden nur wenig Potenzial zur Befriedigung von Fachkräftebedarfen bei den MTA-F. Steigende Ausbildungsaktivitäten in Berlin, kein Angebot in Brandenburg Im Zeitraum zwischen 2006/2007 und 2012/2013 ist die Anzahl der Auszubildenden über alle Ausbildungsjahrgänge hinweg in Berlin auf das Vierfache gestiegen (vgl. Abbildung 21). 160 160 In Brandenburg findet keine Ausbildung für MTA-F statt.

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