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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 165 Tabelle 96: Sv-pflichtige Beschäftigung nach Arbeitszeit am 30.06.2013 – MTA-F Davon Teilzeit Vergleich: Teilzeitquote der Bundesland / Region Gesamt untersuchten Berufe in Anzahl Anteil in Prozent Prozent Berlin 149 46 30,9 44,3 Brandenburg 131 62 47,3 46,2 Berlin-Brandenburg 280 108 38,6 45,1 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Differenzierte Altersstruktur der Beschäftigten in Berlin und Brandenburg Insgesamt zeigt sich eine ungefähr dem Durchschnitt aller untersuchten Berufe entsprechende Altersstruktur. In den einzelnen Altersgruppen gibt es zwischen Berlin und Brandenburg jedoch erhebliche Unterschiede (vgl. Tabelle 97). Aufgrund der geringen Fallzahlen ist eine Interpretation der länderspezifischen Altersstrukturen aber nicht sinnvoll möglich. Tabelle 97: Sv-pflichtig Beschäftigte nach Alter am 30. Juni 2013 – MTA-F davon 35 bis 50 bis 55 bis Bundesland / Region Gesamt Unter 60 Jahre unter 50 unter 55 unter 60 35 Jahre und älter Jahre Jahre Jahre Berlin 149 54 55 17 15 8 Brandenburg 131 25 70 17 12 7 Berlin-Brandenburg 280 79 125 34 27 15 Angaben in Prozent Berlin 100,0 36,2 36,9 11,4 10,1 5,4 Brandenburg 100,0 19,1 53,4 13,0 9,2 5,3 Berlin-Brandenburg 100,0 28,2 44,6 12,1 9,6 5,4 Vergleich: untersuchte Gesundheitsfachberufe gesamt 100,0 33,0 37,5 14,3 9,9 5,3 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Verflechtungsbeziehungen zwischen Berlin und Brandenburg Bedingt durch den geringen Beschäftigungsumfang ist der Fachkräfteaustausch zwischen Berlin und Brandenburg gering. Entsprechend wird auf eine Darstellung der Pendlerströme verzichtet. Neueinstellungen in 2013 bei geringen Stellenbesetzungszeiten 2013 155 haben sechs der 25 Antwortenden in Vollzeit, fünf der 25 Antwortenden mindestens eine Person in Teilzeit eingestellt. Insgesamt sind im Jahr 2013 von den antwortenden 155 Von den insgesamt 29 Antwortenden, die angaben, MTA-F zu beschäftigen, liegen 25 Antworten zum Einstellungsverhalten im Jahr 2013 vor. Da es sich zum Teil um Antwortende mit mehreren Einrichtungen handelt, werden die Ergebnisse trotz der insgesamt geringen Fallzahl berichtet.

166 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Einrichtungen 67 Personen eingestellt worden, davon vier Fünftel in Vollzeit (81 Prozent, 54 Vollzeitstellen). Auch im Jahr 2014 setzt sich das Einstellungsverhalten fort. Von 22 Antwortenden gaben vier an, Einstellungen vorgenommen zu haben, drei Antwortende planten zum Befragungszeitpunkt Einstellungen. Diese geringe Anzahl an Einrichtungen geht aber mit einer hohen Zahl an Einstellungen einher – die Anzahl der erfolgten Einstellungen liegt bei 32, die der geplanten Einstellungen bei 73 Personen. Inwieweit 2013 der Fachkräftebedarf gedeckt werden konnte lässt sich auch daran ablesen, ob eine Stelle aufgrund fehlender geeigneter Bewerber/innen besetzt werden konnte oder nicht. In keinem der 25 vorliegenden Fälle wurde angegeben, dass Stellen aufgrund fehlender geeigneter Bewerbender offen geblieben seien. Die Einrichtungen wurden auch danach gefragt, wie lange die Besetzung einer offenen Stelle im Durchschnitt gedauert hat. Die am längsten angegebene Stellenbesetzungsdauer beträgt 12 Wochen, was im Vergleich aller Berufe als sehr gering einzuschätzen ist. Fasst man die Befunde zum Einstellungsverhalten und zur Stellenbesetzung zusammen, so zeigt sich, dass aktuell ein – gemessen am Beschäftigungsumfang – reges Einstellungsverhalten zu konstatieren ist, die Einrichtungen ihren Fachkräftebedarf aber decken können. Deutlich wird auch, dass die Einstellungen durch wenige große Einrichtungen vollzogen werden. Zusätzlicher Fachkräftebedarf aufgrund von Fluktuation Zu diesem Aspekt der Fluktuation stehen für die MTA-F keine Primärdaten aus den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit oder anderer Quellen zur Verfügung. Auch durch die Einrichtungsbefragung ließ sich dieser Aspekt nicht erfragen. Aus diesem Grunde werden zum Zwecke der Annäherung artverwandte Analysen als Orientierungswerte genutzt. 156 Zum Teil befassen sich die Studien mit der Frage, welche Gründe für eine geringe oder hohe Berufstreue ausschlaggebend sind. Zum Teil beziehen sich die bestehenden Analysen auf Befragungen von Absolvent/innen von Berufsfachschulen hinsichtlich ihrer erwarteten Verweildauer im Beruf. 157 Die aus den Studien für die MTA-F ableitbaren Erkenntnisse lassen eine geringe Fluktuation plausibel erscheinen. So ist die Berufstreue übergreifend bei examinierten Fachkräften höher als bei Helfertätigkeiten. MTA-F sind in der Regel dem Anforderungsniveau der Fachkraftebene zugeordnet, d. h. die Beschäftigten verfügen über einen Ausbildungsabschluss und in Teilen über Zusatzqualifikationen. Darüber hinaus steigt die Wahrscheinlichkeit eines Berufswechsel, je inhaltlich verwandter die Berufe sind. Ein Berufswechsel erscheint angesichts der inhaltlichen Ausdifferenziertheit der medizinisch-technischen Berufe nur mit Einschränkungen möglich. Im Rahmen der Erhebungsphase wurde andererseits deutlich, dass für die Auszubildenden selber die Ausbildung zum Teil als Einstieg in 156 Beispielhaft zu nennen sind: Wiethölter, Doris (2012): Berufstreue in Gesundheitsberufen in Berlin und Brandenburg. Die Bindung der Ausbildungsabsolventen an den Beruf: Ausgewählte Gesundheitsberufe im Vergleich, in: IAB-Regional (3/2012); Joost, Angela, Kipper, Jenny, Tewolde, Tadios (2009): Projekt Berufsverläufe von Altenpflegerinnen und Altenpflegern.“ Abschlussbericht. 157 Vgl. Golombek, Josephine; Fleßa, Steffen (2011): Einflussfaktoren auf die Verweildauer im Beruf und die Standortwahl des Arbeitsplatzes bei Gesundheits- und Krankenpflegern. Eine exemplarische Analyse bei Gesundheits- und Krankenpflegeschülern im zweiten und dritten Ausbildungsjahr in Berlin und im Land Brandenburg. In: Heilberufe Science 2011. Nr. 1.

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