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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 163 4.8 Medizinisch-technische/r Assistent/in für Funktionsdiagnostik (MTA-F) 4.8.1 Beschäftigungsentwicklung und -struktur Niedrige Beschäftigtenzahlen und stagnierende Beschäftigungsentwicklung In Berlin und Brandenburg waren Mitte 2014 knapp 300 MTA-F sv-pflichtig beschäftigt. Davon waren etwas mehr als die Hälfte in Berlin tätig. Selbständige Tätigkeit spielt in diesem Beruf kaum eine Rolle. Die Beschäftigungsentwicklung bei den MTA-F ist im Zeitraum 2012 bis 2014 in Berlin durch einen leichten Rückgang, in Brandenburg durch einen sehr leichten Zuwachs gekennzeichnet (vgl. Tabelle 94). 151 Tabelle 94: Sv-pflichtige Beschäftigung bei den MTA-F, 2012-2014 Bundesland / Region Sv-pflichtig beschäftigte MTA für Funktionsdiagnostik (BKZ 8122 der KldB 2010) 31.12.2012 30.06.2013 30.09.2013 31.12.2013 30.06.2014 30.09.2014 Berlin 149 149 144 142 155 150 Brandenburg 129 131 136 139 137 135 Berlin- Brandenburg 278 280 280 281 292 285 Quelle: Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen Das Qualifikationsniveau der Beschäftigten ist durch Tätigkeiten auf Fachkraftebene gekennzeichnet, in Brandenburg deutlicher als in Berlin. Insgesamt sind rund drei Viertel der MTA-F auf diesem Anforderungsniveau tätig. Ein Viertel der MTA-F ist auf den höheren Anforderungsniveaus komplexer Spezialistentätigkeiten oder Experte beschäftigt (Stand 2013). Im Rahmen der Einrichtungsbefragung gaben 29 Antwortende an, MTA-F zu beschäftigen. Von diesen haben fünf ihren Sitz in Berlin und 24 in Brandenburg. Von den 17 Antwortenden, die für ihre Einrichtung(en) konkrete Angaben zur Beschäftigtenzahl machen, waren insgesamt 267 MTA-F tätig. Damit wurden fast alle der sv-pflichtig beschäftigten MTA-F erfasst. Die Mehrheit der durch die Befragung erfassten Beschäftigten ist in Krankenhäusern tätig. Nur in Einzelfällen wurde angegeben, dass Beschäftigte dieses Berufes in anderen Einrichtungstypen (z. B. Praxen) arbeiten. Aufgrund der relativ geringen Anzahl an Antwortenden sind sowohl eine Differenzierung nach Bundesland als auch nach Einrichtungstyp nicht sinnvoll möglich. 151 Wie an den erstmals seit Ende 2012 separat für diese berufliche Tätigkeit ausgewiesenen Daten erkennbar ist, wird der vor 2012 aus statistischen Klassifizierungsgründen nur indirekt ablesbar stagnierende Beschäftigungstrend in der medizinisch-technischen Assistenz für Funktionsdiagnostik bestätigt. Vgl. hierzu Abschnitt 3.8.4.

164 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Hoher Frauenanteil und geringe Teilzeitquote Wie in allen hier untersuchten Berufen ist auch die medizinisch-technische Assistenz für Funktionsdiagnostik deutlich durch weibliche Beschäftigung geprägt (vgl. Tabelle 95). Der Anteil der Frauen an den MTA-F betrug zum Stichtag 30.06.2013 ca. 79 Prozent. Damit liegt der Anteil der Frauen im Vergleich zu den anderen untersuchten Berufen im Mittelfeld. Zwischen den beiden Bundesländern differiert der Anteil der weiblichen Beschäftigten sehr stark. Tabelle 95: Sv-pflichtige Beschäftigung nach Geschlecht am 30.06.2013 – MTA-F Davon Frauen Vergleich: Frauenanteil der Bundesland / Region Gesamt untersuchten Berufe in Anzahl Anteil in Prozent Prozent Berlin 149 102 68,5 79,9 Brandenburg 131 119 90,8 84,9 Berlin-Brandenburg 280 221 78,9 81,9 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Eine Begründung für den Unterschied zwischen beiden Bundesländern könnte darin liegen, dass die Rahmenbedingungen zur Bewältigung der familiären Situation in Brandenburg etwas günstiger sind als in Berlin. So betrug die Betreuungsquote der Kinder unter drei Jahren am 01. März 2014 in Berlin 45,8 Prozent, in Brandenburg hingegen 58,2 Prozent. 152 Ein weiterer Grund dürfte in der höheren Erwerbsorientierung Brandenburger Frauen liegen. So lag die Erwerbstätigenquote bei den Frauen in Brandenburg im Jahr 2012 mit 71,5 Prozent immerhin 6,3 Prozentpunkte über dem Berliner Wert. 153 Gleichwohl ist der Unterschied zwischen den Bundesländern ausgesprochen deutlich und kann nicht durch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen alleine erläutert werden. Ggf. lassen sich weitere Begründungen in der Einstellungspolitik der Einrichtungen finden. Typisch für Berufe mit einem hohen weiblichen Beschäftigungsanteil ist der hohe Anteil der in Teilzeit beschäftigten Personen. Mit einem Anteil von 38 Prozent ist bei den MTA-F jedoch eine relativ niedrige Teilzeitquote zu verzeichnen. 154 Allerdings basiert die Gesamtquote vor allem auf den Berliner Werten. Erneut sind deutliche Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg festzustellen (vgl. Tabelle 96). 152 Pressemitteilung Nr. 313 des Statistischen Bundesamtes vom 04.09.2014. 153 Angaben des Mikrozensus, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. 154 Gleichwohl liegt auch diese Quote über dem Gesamtdurchschnitt aller Berufe. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten (ohne geringfügig Beschäftigte) an allen abhängig Beschäftigten sowohl in Berlin als auch in Brandenburg beträgt über alle Branchen hinweg jeweils 20 Prozent. Vergleiche hierzu IAB Betriebspanel 2013 (bisher unveröffentlicht).

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