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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 161 Tabelle 93: Übersicht über die Quellen des Fachkräftebedarfs an MTA-R in Berlin-Brandenburg 2013 bis 2030 Berlin Zeiträume Erweiterungsbedarf Altersbedingter Ersatzbedarf Fluktuationsbedingter Ersatzbedarf Fachkräfteneubedarf 2013-2020 100 300 100 500 2020-2030 150 200 100 500 2013-2030 insgesamt 250 500 200 1.000 Brandenburg Zeiträume Erweiterungsbedarf Altersbedingter Ersatzbedarf Fluktuationsbedingter Ersatzbedarf Fachkräfteneubedarf 2013-2020 50 200 50 300 2020-2030 100 200 50 300 2013-2030 insgesamt 150 400 100 600 Berlin-Brandenburg Zeiträume Erweiterungsbedarf Altersbedingter Ersatzbedarf Fluktuationsbedingter Ersatzbedarf Fachkräfteneubedarf 2013-2020 150 500 150 800 2020-2030 250 400 150 800 2013-2030 insgesamt Quelle: eigene Berechnungen 400 900 300 1.600 Bis 2030 wird in Berlin und Brandenburg ein Neubedarf an MTA-R in der Größenordnung von rund 1.600 Beschäftigten entstehen (vgl. Tabelle 93). Dieser ermittelte Bedarf an neu verfügbaren Fachkräften in der Region entspricht fast der Größenordnung der gegenwärtig beschäftigten MTA-R. Ein rechnerischer Abgleich mit den Absolventenzahlen der beruflichen Erstausbildung zeigt, dass dieser Bereich der Fachkräftegewinnung nicht zur Bedarfsdeckung reichen würde, wenn sich die Absolventenzahlen von 2012/2013 (75 Absolvent/innen) verstetigen würden. Bleibt auch die Verfügbarkeit von arbeitslosen Fachkräften dem gegenwärtigen Niveau entsprechend minimal, ist der voraussichtliche Fachkräftebedarf nur über eine wesentliche Erhöhung der Anzahl der Ausbildungsabsolventen zu decken. Zur vollständigen Bedarfsdeckung aus diesem Segment des Fachkräfteangebotes wäre eine Erhöhung der Absolventenzahlen um mindestens 50 Prozent erforderlich. 4.7.4 Berufsspezifische Handlungsempfehlungen Insgesamt ist die derzeitige Fachkräftebedarfssituation bei den MTA-R als entspannt zu bezeichnen. Dementsprechend richten sich die nachstehenden Empfehlungen primär auf die Abmilderung zukünftig zu erwartender Fachkräfteengpässe.

162 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg • Geschlechtsspezifische Besonderheiten in einzelnen Berufen sind über viele Jahre gewachsen und häufig kulturell bedingt. Warum es typische Männer- und Frauenberufe gibt, lässt sich in der Regel gut erklären, wie man solchen Trends entgegenwirkt, ist jedoch deutlich weniger bekannt. Im Hinblick auf die Fachkräftesicherung und auch die Vermarktung eines Berufsbildes ist ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in der Regel hilfreich. Entsprechend sollte auch die medizinisch-technische Radiologieassistenz darüber nachdenken, wie sie gerade für (junge) Männer noch interessanter werden kann als bisher. Empfohlen wird, die Motivlage der Auszubildenden zu erfassen, um hierauf aufbauend zielgerichtete Maßnahmen einer geschlechtsneutralen Berufsorientierung zu entwickeln. • Die Möglichkeit zur Teilzeitbeschäftigung kann einen Beruf durchaus aufwerten, zumindest dann, wenn es sich um freiwillige Teilzeit handelt. Unfreiwillige Teilzeitarbeit führt hingegen häufig zu ungünstigen Beschäftigungs- und Einkommensverhältnissen und erschwert die Fachkräftesicherung nachhaltig. Auch wenn die Teilzeitquote in der MTA- R im Vergleich zu den hier untersuchten Berufen am geringsten ausfällt, sollte auch für diese Berufsgruppe geklärt werden, wie es zu der relevanten Teilzeitquote kommt und welche beschäftigungspolitischen Gestaltungsspielräume zukünftig effektiver als bisher genutzt werden können. Allein durch die Erhöhung der Vollzeitquote lassen sich entstehende Fachkräfteengpässe in relevantem Maße kompensieren. • Ausbildung ist das zentrale Instrument zur Bewältigung zukünftiger Fachkräfteengpässe. Besondere Aufmerksamkeit erfordert der hohe Anteil von Ausbildungsabbrüchen. Entsprechend sind alle Maßnahmen zu ergreifen, die einen Anstieg der Zahl an Auszubildenden und eine deutliche Verringerung des Anteils von Ausbildungsabbrüchen in diesem Beruf befördern. Im Verhältnis zur Gesamtgröße der Berufsgruppe ist mittelfristig ein durchaus relevanter Fachkräftebedarf bei den MTA-R zu erwarten. Die Ausbildungsplanung muss diese Entwicklung im Blick behalten, damit zeitnah auf steigende Bedarfe reagiert werden kann. Eine sukzessive Erhöhung der Ausbildungsaktivitäten ist mit hoher Wahrscheinlichkeit notwendig und sollte in den entsprechenden Planungen (bereits heute) berücksichtigt werden. • Ein Weg der Attraktivitätssteigerung könnte in der Akademisierung der medizinischtechnischen Radiologieassistenz liegen. Für eine solche stärkere Akademisierung spricht zum einen, dass aufgrund der zunehmenden Studierneigung der Schulabgänger/innen die Zielgruppe der künftigen MTA-R vergrößert wird. Zum anderen würde damit der inhaltlichen Weiterentwicklung des Berufes in den letzten Jahren Rechnung getragen werden. Ggf. könnte durch eine solche Akademisierung den MTA-R eine größere Verantwortung bei der Beurteilung der Bilder zukommen, wodurch Ärztinnen und Ärzte entlastet werden könnten. Daher wäre zu prüfen, inwieweit die Modellklausel für andere Gesundheitsfachberufe auch auf die MTA-R übertragen werden kann.

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