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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 137 4.6 Medizinisch-technische(r) Laboratoriumsassistent/in (MTA-L) 4.6.1 Beschäftigungsentwicklung und -struktur Relevante Beschäftigtenzahlen und stagnierende Beschäftigungsentwicklung In Berlin und Brandenburg waren Mitte 2014 ca. 6.100 MTA-L sv-pflichtig beschäftigt. Davon waren mehr als drei Viertel in Berlin und ein knappes Viertel in Brandenburg tätig. Selbständige Tätigkeit spielt in diesem Beruf kaum eine Rolle. Innerhalb der untersuchten Gesundheitsfachberufe handelt es sich um eine eher kleine Berufsgruppe. Das Qualifikationsniveau der MTA-L ist vor allem durch Tätigkeiten auf Fachkraftebene gekennzeichnet. Insgesamt sind 89 Prozent auf diesem Anforderungsniveau tätig. Die Beschäftigungsentwicklung war in den vergangenen Jahren durch leichten Rückgang in Berlin und geringe Zunahme in Brandenburg gekennzeichnet (vgl. Tabelle 74). 128 Tabelle 74: Sv-pflichtige Beschäftigte MTA-L 2012-2014 Bundesland / Region Sv-pflichtig beschäftigte medizinisch-technische Laboratoriumsassistentinnen und -assistenten (BKZ 8121 der KldB 2010) 31.12.2012 30.06.2013 30.09.2013 31.12.2013 30.06.2014 30.09.2014 Berlin 4.732 4.678 4.666 4.681 4.640 4.636 Brandenburg 1.383 1.386 1.394 1.409 1.430 1.428 Berlin- Brandenburg 6.115 6.064 6.060 6.090 6.070 6.064 Quelle: Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen Im Rahmen der Einrichtungsbefragung gaben 25 Antwortende an, MTA-L zu beschäftigen. Von diesen haben 13 ihren Sitz in Berlin und 11 in Brandenburg. Eine Antwortende gab an, dass ihre Einrichtungen in beiden Bundesländern ansässig sind. In den 15 Einrichtungen, die Angaben zur Beschäftigtenzahl machen, waren insgesamt 693 MTA-L tätig. Die absolute Mehrheit der durch die Befragung erfassten Beschäftigten arbeitet in Krankenhäusern. Aufgrund der relativ geringen Anzahl an Antwortenden ist sowohl eine Differenzierung nach Bundesland als auch nach Einrichtungstyp nicht sinnvoll möglich. Hoher Frauenanteil bei geringer Teilzeitquote Der Anteil der Frauen an allen sv-pflichtig Beschäftigten MTA-L betrug zum Stichtag 30.06.2013 ca. 89 Prozent. Zwischen den beiden Bundesländern differiert der Anteil der weiblichen Beschäftigten stark. 128 Wie an den erstmals seit Ende 2012 separat für diese berufliche Tätigkeit ausgewiesenen Daten erkennbar ist, wird der vor 2012 aus statistischen Klassifizierungsgründen nur indirekt ablesbar stagnierende Beschäftigungstrend in der medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenz bestätigt. Vgl. hierzu Abschnitt 3.6.4.

138 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Tabelle 75: Sv-pflichtige Beschäftigung nach Geschlecht am 30.06.2013 – MTA-L Davon Frauen Vergleich: Frauenanteil der Bundesland / Region Gesamt untersuchten Berufe in Anzahl Anteil in Prozent Prozent Berlin 4.678 4.099 87,6 79,9 Brandenburg 1.386 1.308 94,4 84,9 Berlin-Brandenburg 6.064 5.407 89,2 81,9 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Eine Begründung für den Unterschied zwischen beiden Bundesländern könnte darin liegen, dass die Rahmenbedingungen zur Bewältigung der familiären Situation in Brandenburg etwas günstiger sind als in Berlin. So betrug beispielsweise die Betreuungsquote der Kinder unter drei Jahren am 01. März 2014 in Berlin 45,8 Prozent, in Brandenburg hingegen 58,2 Prozent. 129 In Brandenburg dürfte es den Frauen häufiger möglich sein, einer Berufstätigkeit nachzugehen. Ein weiterer Grund dürfte in der höheren Erwerbsorientierung Brandenburger Frauen liegen. So lag die Erwerbstätigenquote bei den Frauen in Brandenburg im Jahr 2012 mit 71,5 Prozent immerhin 6,3 Prozentpunkte über dem Berliner Wert. 130 Die Teilzeitquote fällt mit 33 Prozent relativ niedrig aus. 131 Bei der Betrachtung der Arbeitszeiten sind kaum Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg zu beobachten (vgl. Tabelle 76). Tabelle 76: Sv-pflichtige Beschäftigung nach Arbeitszeit am 30.06.2013 – MTA-L Davon Teilzeit Vergleich: Teilzeitquote der Bundesland / Region Gesamt untersuchten Berufe in Anzahl Anteil in Prozent Prozent Berlin 4.678 1.489 31,8 44,3 Brandenburg 1.386 466 33,6 46,2 Berlin-Brandenburg 6.064 1.955 32,2 45,1 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Hinsichtlich des Anforderungsniveaus gibt es Hinweise darauf, dass die Teilzeitquote mit steigender Anforderung (also Spezialist oder Experte) sinkt. Unterschiede gibt es bei der Betrachtung der Geschlechter. So sind die Teilzeitquoten bei Männern sowohl in Berlin (24,9 Prozent) als auch in Brandenburg (10,2 Prozent) niedriger als die Teilzeitquote der Frauen. 129 Pressemitteilung Nr. 313 des Statistischen Bundesamtes vom 04.09.2014. 130 Angaben des Mikrozensus, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. 131 Gleichwohl liegt auch diese Quote über dem Gesamtdurchschnitt aller Berufe. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten (ohne geringfügig Beschäftigte) an allen abhängig Beschäftigten sowohl in Berlin als auch in Brandenburg beträgt über alle Branchen hinweg jeweils 20 Prozent. Vergleiche hierzu IAB Betriebspanel 2013 (bisher unveröffentlicht).

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