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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 131 4.5.3 Zukünftige Beschäftigungsentwicklung und Arbeitskräftenachfrage Steigende Beschäftigungserwartung für die nächsten Jahre Bei den Pflegehilfskräften kann in Berlin und Brandenburg mit weiterem Beschäftigungswachstum gerechnet werden. Die Zunahme älterer Personen in der Bevölkerung ist mit wachsenden Pflege- und entsprechenden Arbeitskräftebedarfen verbunden. Sowohl die Daten zu den jüngsten Bestandsveränderungen bei sv-beschäftigten Pflegehilfskräften (vgl. Tabelle 59) als auch die Ergebnisse der Einrichtungsbefragung weisen auf weiteres Beschäftigungswachstum hin. Zwischen 2011 und 2013 hat in den befragten Einrichtungen die Beschäftigung von Pflegehilfskräften sowohl in Berlin als auch in Brandenburg deutlich zugenommen. Die meisten Einrichtungen erwarten für den weiteren Verlauf des Jahres 2014 einen gleichbleibenden Beschäftigtenbestand. Für die Jahre 2015 bis 2017 steigt der Anteil der Antwortenden, die eine Beschäftigungszunahme erwarten (vor allem in Brandenburg) an. Für diesen Zeitraum nimmt aber auch die Unsicherheit in der Einschätzung der weiteren Entwicklung zu. Deutlich wird hierbei, dass vor allem bei den Pflegehelfer/innen mit Basisqualifizierung eine Beschäftigungszunahme erwartet wird (vgl. Tabelle 71). Tabelle 71: Tendenzen künftiger Beschäftigungsentwicklung bei den Pflegehilfskräften – Ergebnisse der Onlinebefragung Tätigkeit Sozialassistentin mit Schwerpunkt Pflege Altenpflegehelfer/in mit staatl. Anerkennung Pflegehelfer/in mit Basisqualifizierung Antworten gesamt (2014 / 2015- 2017) 37/39 100/106 232/234 Tendenzen der Beschäftigungsentwicklung steigend gleichbleibend fallend Noch unklar Betrachteter Zeitraum und Anteile der antwortenden Einrichtungen in Prozent 2014: 14 2015-2017: 31 2014: 62 2015-2017: 46 2014: 22 2014: 62 2015-2017: 39 2015-2017: 36 2014: 30 2014: 57 2015-2017: 44 2015-2017: 34 2014: 11 2015-2017: 8 2014: 14 2015-2017: 15 2014: 8 2014: 8 2015-2017: 11 2015-2017: 14 2014: 6 2014: 8 2015-2017: 7 2015-2017: 15 Quelle: SÖSTRA/IMU Einrichtungsbefragung 2014 Um längerfristige Entwicklungen abschätzen zu können, müssen zusätzliche Quellen zu Rate gezogen werden. In Brandenburg wurde in einer umfassenden Fachkräftestudie zur Pflege untersucht, wie die pflegerische Versorgung und die Fachkräftesicherung in der Pflege zukunftssicher gestaltet werden können. 126 In einem sogenannten Basisszenario wird gezeigt, welche Pflege- und Fachkräftebedarfe in Brandenburg bis 2030 entstehen würden, wenn die aktuellen Verhältnisse stabil blieben. Danach steigt der Personalbedarf in der ambulanten Grundpflege von etwa 7.500 auf fast 14.500 Personen. In der stationären Versorgung steigt der Personalbedarf im Bereich Pflege und Betreuung von 11.000 auf bot nicht nutzen, gab an, das die Beantragung zu kompliziert sei (acht Prozent), während etwas seltener angegeben wurde, dass die Finanzierungsmöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit nicht bekannt seien. Als nicht notwendig wird die Finanzierungsmöglichkeit nur in Einzelfällen betrachtet. 126 Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie, Brandenburger Fachkräftestudie Pflege, Potsdam März 2014.

132 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg über 23.500. In der Grundpflege insgesamt wird also in Brandenburg eine Steigerung des Personalbedarfs von ca. 19.000 Personen im Jahr 2009 auf über 38.000 Personen im Jahr 2030 angenommen. 127 Die aufgezeigte Entwicklung des Personalbedarfs in der Grundpflege bis 2030 ergibt eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 3,3 Prozent und entspricht damit annähernd der Tendenz der vergangenen Dekade. Aufgrund der sich abzeichnenden Entwicklungen innerhalb der Pflege – so soll bspw. im Rahmen der am 1. Januar 2015 beginnenden ersten Stufe der Pflegereform eine Aufstockung der Betreuungskräfte in den Pflegeheimen ermöglicht werden – wird im Folgenden von einer Wachstumsrate von vier Prozent für die Projektion der Beschäftigungsentwicklung bei den Pflegehilfskräfte ausgegangen. Aufgrund der skizzierten strukturellen Dynamik handelt es sich hierbei um eine eher grobe Schätzung. Tabelle 72: Mögliche Beschäftigungsentwicklungen – Pflegehilfskräfte Bundesland Status-quo-Annahme 2013 2020 2025 2030 Berlin 11.259 14.800 18.000 21.900 Brandenburg 8.478 11.200 13.600 16.500 Berlin-Brandenburg 19.737 26.000 31.600 38.400 Quelle: eigene Berechnungen Selbst unter Status-quo-Annahmen ist eine deutliche Steigerung des Beschäftigtenbestandes zu erwarten. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Anzahl der Pflegehilfskräfte in Berlin und Brandenburg auf rund 38.000 Erwerbstätige erhöhen und damit um fast 100 Prozent steigen (vgl. Tabelle 72). Im Zeitraum bis 2020 entsteht ein Erweiterungsbedarf von ca. 6.000 Arbeitskräften. Bis 2030 kommt Erweiterungsbedarf in der Größenordnung von weiteren 12.000 Arbeitskräften hinzu. Ersatzbedarfe für ausscheidende Beschäftigte verstärken die Arbeitskräftenachfrage Nachfrage nach Arbeitskräften wird in den vorgenannten Projektionszeiträumen auch durch Ersatzbedarf entstehen (Renteneintritte und Fluktuation). Bis 2020 muss in der Region mit rund 3.500 altersbedingt ausscheidenden Pflegehilfskräften gerechnet werden. Im darauf folgenden Jahrzehnt kommen weitere 3.200 Beschäftigte hinzu. Dieser Ersatzbedarf fällt in Berlin deutlich höher als in Brandenburg aus. Zum fluktuationsbedingten Ersatzbedarf liegen – wie oben erläutert – berufsspezifische Daten vor. Fast 70 Prozent der Pflegehilfskräfte wechselt innerhalb von 15 Jahren in eine andere berufliche Tätigkeit. Dies bedeutet, dass in der Berlin-Brandenburger Region bis zum Jahr 2030 rund 24.000 Pflegehilfskräfte als Folge von Fluktuation ersetzt werden müssen. 127 Ebenda, Kurzfassung, S. 14-16.

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