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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 123 diese Hinweise zutreffend sein, so könnten sie zumindest in Teilen den Unterschied zwischen den beiden Bundesländern erklären. Überdurchschnittlicher Anteil älterer Beschäftigter Hinsichtlich der Zusammensetzung nach Alter zeigt sich folgendes Bild (vgl. Tabelle 64): Tabelle 64: Sv-pflichtige Beschäftigte nach Alter am 30. Juni 2013 – Pflegehilfskräfte davon Bundesland / Region Gesamt Unter 35 bis unter 50 bis unter 55 bis unter 60 Jahre 35 Jahre 50 Jahre 55 Jahre 60 Jahre und älter Berlin 11.259 3.194 4.278 1.724 1.356 707 Brandenburg 8.478 2.133 3.274 1.508 1.091 472 Berlin-Brandenburg 19.737 5.327 7.552 3.232 2.447 1.179 Angaben in Prozent Berlin 100,0 28,4 38,0 15,3 12,0 6,3 Brandenburg 100,0 25,2 38,6 17,8 12,9 5,6 Berlin-Brandenburg 100,0 27,0 38,3 16,4 12,4 6,0 Vergleich: untersuchte Gesundheitsfachberufe gesamt 100,0 33,0 37,5 14,3 9,9 5,3 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung, Rundungsfehler möglich Bei den Pflegehilfskräften handelt es sich um eine Berufsgruppe mit einem hohen Anteil Älterer. Es wird deutlich, dass in den nächsten Jahren – das gesetzliche Renteneintrittsalter vorausgesetzt – eine erhebliche Anzahl der Pflegehilfskräfte aus der Erwerbstätigkeit ausscheiden wird. Verflechtungsbeziehungen zwischen Berlin und Brandenburg mit Sogwirkung Berlins Bei den Hilfskräften in der Pflege besteht ein reger Arbeitskräftekräfteaustausch zwischen Berlin und Brandenburg. Dieser Austausch geht zulasten Brandenburgs. Von den Pflegehilfskräften kommen in Berlin rund zehn Prozent aus Brandenburg und in Brandenburg rund zwei Prozent aus Berlin. In absoluten Zahlen: Im Juni 2013 pendelten in dieser Tätigkeit rund 1.100 Brandenburger Beschäftigte nach Berlin und ca. 190 Berliner Beschäftigte nach Brandenburg. Auch zu einigen anderen Bundesländern weist Berlin bei den Hilfskräften in der Pflege Verflechtungsbeziehungen auf, wobei die Anzahl der Einpendler die Anzahl der Auspendler übersteigt (vgl. Tabelle 65).

124 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Tabelle 65: Pendler am 30. Juni 2013 mit Wohn- oder Arbeitsort Berlin – Pflegehilfskräfte Davon nach Wohn- oder Arbeitsort Berlin Gesamt Mecklenburg- Sachsen- Brandenburg Sachsen Vorpommern Anhalt Andere Bundesländer Auspendler 302 186 * * * Ca. 116 Einpendler 1.390 1.094 51 11 * ca. 234 Saldo +1.088 +908 Ca. +50 Ca. +10 Ca. 0 Ca. +118 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung Brandenburg hat ebenfalls Pendlerbeziehungen zu seinen benachbarten Bundesländern, wobei das Pendlersaldo i. d. R. negativ ausfällt. Zusammen mit diesen Einpendlern erhöht sich der Anteil der aus anderen Bundesländern kommenden Beschäftigten an allen beschäftigten Hilfskräften in der Pflege in Brandenburg auf rund drei Prozent und liegt damit deutlich unter dem Wert aus Berlin mit rund 12 Prozent (vgl. Tabelle 65 und Tabelle 66). Die Pendlerbeziehungen bei den Hilfskräften sind damit vergleichsweise gering ausgeprägt. Tabelle 66: Pendler am 30. Juni 2013 mit Wohn- oder Arbeitsort Brandenburg – Pflegehilfskräfte Davon nach Wohn- oder Arbeitsort Brandenburg Gesamt Mecklenburg- Sachsen- Andere Berlin Sachsen Vorpommern Anhalt Bundesländer Auspendler 1.295 1.094 47 65 * Ca. 89 Einpendler 280 186 28 22 36 8 Saldo -1.105 -908 -19 -43 Ca. +35 Ca. -81 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Darstellung In der Saldierung ergibt sich für Brandenburg ein Arbeitskräfteverlust, der rund 13 Prozent des aktuellen Beschäftigtenumfangs entspricht. Relevante Lohnunterschiede zwischen Berlin und Brandenburg Das nominale monatliche Medianentgelt 116 der sozialversicherungspflichtig vollzeitbeschäftigten Hilfskräfte in der Pflege lag in Berlin bei 1.566 Euro. In Brandenburg betrug es 1.412 Euro, immerhin ein Unterschied von 150 Euro. Im Vergleich dazu lag das monatliche Medianentgelt bei den Pflegehilfskräften bundesweit bei 1.699 Euro. Um die Angaben auch in das regionale Entgeltgefüge einordnen zu können, ist darauf zu verweisen, dass der Vergleichswert für alle Beschäftigten 2012 in Berlin bei 2.744 Euro und in Brandenburg bei 2.177 Euro lag. Aufgrund des geringen Lohnniveaus sowie der damit einhergehenden ge- 116 Der Median ist der Wert einer Verteilung, der genau in der Mitte aller Einzelwerte liegt. Ein Einkommensmedian von 2.500 Euro besagt, dass jeweils gleich viele Beschäftigte mehr oder weniger verdienten. Im vorliegenden Fall wird der Median auf vollzeitbeschäftigte Personen angewandt. Ein Vorteil des Medians ist, dass er relativ robust gegen hohe und niedrige Einzelwerte ist, anders als das bekanntere arithmetische Mittel. Ein weiterer Grund für die Verwendung des Einkommensmedians ist die Zensierung durch die Beitragsbemessungsgrenze. In den Entgeltmeldungen muss nur das Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze angegeben werden. Siehe hierzu Wiethölter et al. 2013: Die Gesundheitswirtschaft in Berlin-Brandenburg; IAB-Regional Berlin- Brandenburg 01/2013, S. 52.

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