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Einrichtungsbefragung zur Situation in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg

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Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg ⎜ 117 Selbst unter Status-quo-Annahmen ist eine deutliche Steigerung des Beschäftigtenbestandes zu erwarten. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Anzahl der Altenpfleger/innen in Berlin und Brandenburg auf ca. 30.000 Erwerbstätige erhöhen und damit um rund 100 Prozent steigen (vgl. Tabelle 57). Im Zeitraum bis 2020 entsteht ein Erweiterungsbedarf von etwa 5.000 Fachkräften. Bis 2030 ein kommt Erweiterungsbedarf in der Größenordnung von weiteren 10.000 Fachkräften hinzu. Ersatzbedarfe für ausscheidende Beschäftigte verstärken die Fachkräftenachfrage Nachfrage nach Fachkräften wird in den vorgenannten Projektionszeiträumen auch durch Ersatzbedarf entstehen (Renteneintritte und Fluktuation). Bis 2020 muss in der Region mit rund 2.300 altersbedingt ausscheidenden Altenpfleger/innen gerechnet werden. Bis 2030 kommen weitere 2.200 Beschäftigte hinzu. Dieser Ersatzbedarf fällt in Berlin deutlich höher als in Brandenburg aus. Zum fluktuationsbedingten Ersatzbedarf liegen – wie oben erläutert – berufsspezifische Daten vor. Rund ein Drittel der Altenpfleger wechselt innerhalb von 15 Jahren in eine andere berufliche Tätigkeit. Dies bedeutet, dass in der Berlin-Brandenburger Region bis zum Jahr 2030 rund 10.000 Altenpfleger als Folge von Fluktuation ersetzt werden müssen. Hohe Nachfrage nach Fachkräften in der Zeit bis 2030 Aus der Zusammenführung der hier dargestellten Quellen geht ein enormer Anstieg des Fachkräftebedarfs in der Zeit bis 2030 hervor. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass im Zeitraum bis 2030 in Berlin und Brandenburg für die berufliche Tätigkeit Altenpfleger/in ein Neubedarf an Fachkräften in der Größenordnung von rund 30.000 Beschäftigten entstehen wird (vgl. Tabelle 58).

118 ⎜ Einrichtungsbefragung in ausgewählten Gesundheitsfachberufen in Berlin-Brandenburg Tabelle 58: Übersicht über die Quellen des Fachkräftebedarfs an Altenpfleger/innen in Berlin und Brandenburg 2013 bis 2030 Berlin Zeiträume Erweiterungsbedarf Altersbedingter Ersatzbedarf Fluktuationsbedingter Ersatzbedarf Fachkräfteneubedarf 2013-2020 2.800 1.400 2.000 6.200 2020-2030 5.500 1.300 3.500 10.300 2013-2030 insgesamt 8.300 2.700 5.500 16.500 Brandenburg Zeiträume Erweiterungsbedarf Altersbedingter Ersatzbedarf Fluktuationsbedingter Ersatzbedarf Fachkräfteneubedarf 2013-2020 2.200 1.000 2.000 5.200 2020-2030 4.300 1.000 2.500 7.800 2013-2030 insgesamt 6.500 2.000 4.500 13.000 Berlin-Brandenburg Zeiträume Erweiterungsbedarf Altersbedingter Ersatzbedarf Fluktuationsbedingter Ersatzbedarf Fachkräfteneubedarf 2013-2020 5.000 2.400 4.000 11.400 2020-2030 9.800 2.300 6.000 18.100 2013-2030 insgesamt 14.800 4.700 10.000 29.500 Quelle: eigene Berechnungen Diesem Fachkräftebedarf stehen angebotsseitig unter anderem Potenziale aus dem Bestand der Arbeitslosen sowie im Rahmen der Ausbildung zur Verfügung. Der Arbeitslosenbestand ist jedoch insgesamt zu vernachlässigen. Legt man die aktuellen Absolventenzahlen zu Grunde (die höher liegen als in den Jahren zuvor), so ist jährlich mit rund 1.000 neuen Fachkräften (600 in Berlin, 400 in Brandenburg) zu rechnen. Dementsprechend sind bis 2020 rund 7.000, bis 2030 rund 17.000 neue Fachkräfte durch Ausbildung zu erwarten. Müsste der Fachkräftebedarf nur aus dem Reservoir der Ausbildung geschlossen werden, so wäre eine Lücke von 4.500 Fachkräften bis 2020 und 12.500 bis 2030 zu konstatieren. Selbst wenn es unter den Bedingungen eines zunehmend angespannten Ausbildungsmarktes gelingen sollte, die aktuellen Ausbildungszahlen zukünftig zu halten, würde im Jahr 2020 in Berlin-Brandenburg eine Fachkräftelücke bei den Altenpfleger/innen von knapp 40 Prozent entstehen. Bis 2030 würde sich diese Lücke auf noch immer etwa 30 Prozent belaufen. Klar ist angesichts dieser Gegenüberstellung, dass die Ausbildung zwar einen Großteil des künftigen Fachkräftebedarfs abdecken könnte, jedoch durch weitere Maßnahmen flankiert werden muss.

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