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Clusterreport Verkehr, Mobilität und Logistik

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Clusterreport Verkehr, Mobilität und Logistik in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

8 | Neu entwickelte

8 | Neu entwickelte Berliner U-Bahn IK von Stadler, © Stadler Hochschuleinrichtungen wie die TU Berlin, die BTU Cottbus-Senftenberg und die TH Brandenburg bieten bedeutende Innovationspotenziale und können die Engineering- Kompetenz strategisch absichern. Mit der Entwicklung des Bahntechnologie Campus Havelland (BTC) wird diese bedeutende Stellung und Kompetenz unterstrichen und weiter ausgebaut. Dabei handelt es sich um ein wichtiges Infrastrukturprojekt im Landkreis Havelland westlich von Berlin. Auf der 34 Hektar großen Fläche des einstigen Rangierbahnhofs Wustermark soll in den kommenden Jahren ein Praxis- und Erprobungsfeld für verschiedene Unternehmen aus dem Bereich Eisenbahn, Energie und Infrastruktur sowie Wissenschaftseinrichtungen entstehen. Aktuell wird die Anlage bereits von namhaften Forschungseinrichtungen in Berlin und Brandenburg, wie der TU Berlin, der TH Wildau, der TH Brandenburg, sowie vom Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Institut für Verkehrssystemtechnik) für anwendungsnahe Forschung genutzt. Unter anderem werden hier kontrolliertes Entgleisen, geothermische Weichenheizungen sowie leise Bremsen erprobt. Nun geht es darum, die Angebote des Bahntechnologie Campus Havelland weiter zu ergänzen, so dass ein Forschungsnukleus entsteht, der sich perspektivisch auch in der europäischen Forschungslandschaft vernetzen soll. Integrierter Bahntechnologie Campus Havelland, © HVLE Hiermit eng verknüpft ist die Schaffung neuer praxisorientierter dualer und modularer Aus- und Weiterbildungsprogramme. Auszubildende sollen bis hin zu Hochschulabschlüssen qualifiziert werden und Hochschulabsolventen mit Zusatzqualifikationen ihre fachliche Spezialisierung erlangen können. European Railway Clusters Initiative (ERCI) Gelungenes Beispiel für internationale Clusterkooperation ist die European Railway Clusters Initiative (ERCI). Sie vereint zwölf forschungs- und innovationsgetriebene Bahntechnik-Cluster aus zehn Ländern, darunter das Cluster Verkehr, Mobilität und Logistik. ERCI vertritt über 1000 kleine und mittlere Unternehmen und zielt auf die kontinuierliche Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Bahnindustrie durch Innovation und die Eröffnung neuer Geschäftsmöglichkeiten ab. ERCI fördert die Zusammenarbeit von Industrie und Forschung, initiiert Innovationsprojekte und organisiert B2B-Meetings und Workshops. Dies schließt auch eine gute Sichtbarkeit und Vernetzung auf EU-Ebene ein. www.eurailclusters.eu Zukunftsmarkt zivile Drohnen: Forschung, Entwicklung und Einsatz Berlin-Brandenburg zählt zu den drei bedeutendsten Luftfahrttechnologie-Regionen in Deutschland. Hierfür stehen strukturbestimmende Systemführer wie Rolls- Royce Deutschland, MTU Maintenance und die Deutsche Lufthansa, aber auch innovative kleine und mittlere Unternehmen, wie aireg – Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany, PACE Aerospace Engineering and Information Technology oder Holmco Holmberg. Dazu kommen namhafte Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen, wobei an erster Stelle die TU Berlin zu nennen ist, weltweit die Universität mit den meisten Satelliten im Orbit.

Clusterreport I Verkehr, Mobilität und Logistik – Ein starker Standort | 9 Auch bei der Inspektion von großen Industrieanlagen setzen immer mehr Unternehmen auf die noch junge Technologie und lassen beispielsweise schwer zugängliche oder unwegsame Anlagenteile von Drohnen inspizieren. „Unsere Drohnen können sehr gefährliche Einsätze ersetzen, wo Leute irgendwo an Türmen hoch müssen oder in Helikoptern nahe an Stromleitungen fliegen müssen“, erklärt Sitebots-Geschäftsführer Daniel Dirks. Drohne von sitebots im Einsatz, © sitebots Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass die Hauptstadtregion auch bei neuen technologischen Trends vorne mit dabei ist und sich derzeit als Zentrum für zivil eingesetzte so genannte „Unmanned Aerial Vehicles“ (UAV), besser bekannt als Drohnen, etabliert. Über 60 Akteure aus Forschung (z. B. TH Wildau, BTU Cottbus-Senftenberg), Entwicklung (z. B. sitebots, service-drone.de) und Anwendung (z. B. germandrones, Airteam, Copterview) sind hier aktiv. Branchenexperten prophezeien dem Unbemannten Fliegen in den kommenden Jahren große Wachstumschancen. Dies zeigt sich auch deutlich an der zunehmenden Präsenz ziviler Drohnen auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin. Tatsächlich liegt die Zukunft der Drohnentechnik mit einer Vielzahl von Anwendungen vor allem in der zivilen und kommerziellen Nutzung. Dabei ist ähnlich wie bei der Entwicklung des Computers nicht die Drohne an sich die wirkliche Innovation, sondern ihre technische Ausstattung mit Sensoren, Hochleistungskameras und der dazu gehörigen Software. Erst das macht sie für viele Einsatzmöglichkeiten unkomplizierter und günstiger als bisherige Lösungen. Das Unternehmen Sitebots in Velten sowie das Unternehmen service-drone.de in Berlin und Brieselang machen es vor. Dort werden Drohneneinsätze bereits für viele unterschiedliche Einsatzwecke kommerziell angeboten. Dazu gehören an erster Stelle luftgestützte Aufnahme-, Messund Datengenerierungsverfahren. Die Unternehmen sind in der Lage, in kurzer Zeit zwei- oder dreidimensionale Modelle von Bauwerken, Infrastruktureinrichtungen, Tagebauwerken, Kiesgruben, Deponien, unbebauten Liegenschaften, Industrieanlagen oder aufwendigen Dachkonstruktionen zu liefern, mit beeindruckenden Ergebnissen. Die Drohnen liefern genauere Bilder als Satelliten und sind wesentlich kostengünstiger als teure Vermessungsflugzeuge. Auch in der Landwirtschaft halten die unbemannten Flugdrohnen Einzug. Mit der richtigen Kameratechnologie ausgestattet, sind sie in der Lage, den Bestand zu dokumentieren, Krankheiten zu diagnostizieren, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu regulieren, die Bewässerung zu optimieren und den optimalen Erntezeitpunkt zu identifizieren. „Der Einsatz von Drohnen wird zu einem unverzichtbaren Produktionsfaktor im landwirtschaftlichen Wertschöpfungsprozess“, sagt Volker Rosenblatt, Geschäftsführer von service-drone.de. Auch im Bereich des Zivilschutzes bei Überschwemmungen, Umweltkatastrophen, Notrettungen im Gebirge oder zur See können Drohnen vielfältige Aufgaben übernehmen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Dennoch gilt es noch einige Herausforderungen zu meistern. Neben der Festlegung rechtlicher Rahmenbedingungen bedarf es noch großer technologischer Anstrengungen, um aus faszinierenden unbemannten Flugsystemen wirtschaftlich nutzvolle und sichere Werkzeuge für den Unternehmensalltag werden zu lassen. Um diese Entwicklung insgesamt zu fördern, haben sich in der Hauptstadtregion mehrere Netzwerke gegründet. Das Kooperationsnetzwerk SiBeL (Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit unbemannter ziviler Luftfahrzeuge) bindet Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland ein, die Lösungen für einen zuverlässigen und sicheren Betrieb von Drohnen vorantreiben möchten. Dabei geht es vor allem um den Einsatz sicherer IT-Systeme. Der Verein CURPAS e. V. (Civil use of remotely piloted aircraft systems) möchte die zivile Nutzung, Forschung und Entwicklung unbemannter Flugsysteme voranbringen. Der Verein besteht aus Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen, die hauptsächlich in der Region Berlin-Brandenburg ansässig sind. Die Plattform DRONEMASTERS in Berlin verbindet Menschen, die von Drohnen und den damit verbundenen Technologien und Möglichkeiten begeistert sind. Durch regelmäßige Treffen sollen über klassische Branchen- und Industriegrenzen hinweg innovative Akteure miteinander verbunden werden, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

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