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Clusterreport Verkehr, Mobilität und Logistik

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Clusterreport Verkehr, Mobilität und Logistik in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg

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10 | Elektro-Lastenräder für die letzte Meile, © F.S.K. for velogista Mit den vorhandenen Kompetenzen und Infrastrukturen bietet die Hauptstadtregion ideale Voraussetzungen, um ein regionales Test- und Innovationszentrum zu etablieren und damit den Standort für überregionale Akteure attraktiv zu machen. Pionier: Cargo-Bikes für eine bessere Stadt Auch für die Paketzustellung werden Drohnen erprobt und könnten in Zukunft dazu beitragen, den Lieferverkehr umweltfreundlicher und kostengünstiger zu gestalten. Doch es gibt auch heute schon eine ganze Reihe weitere Möglichkeiten, um Städte und Ballungsräume vom zunehmenden Logistikverkehr zu entlasten. Während im Logistik- Fern- und Umlandverkehr schon vieles gängige Praxis ist – Euro-6-Technik, Leerfahrtenoptimierung, Telematik etc. – schlummern im Kontext der aktuellen Nachhaltigkeitsdiskussion und alternativer Mobilitätskonzepte noch große Innovationspotenziale der Logistikbranche in der so genannten Letzte-Meile-Logistik, also der Lieferung bis zum Kunden in den Städten. Neben den bekannten negativen Auswirkungen – Abgasemissionen, Erhöhung der Verkehrsdichte und Mobilitätseinschränkungen, Parken in der zweiten Reihe – stellen aus Sicht der Paketdienstleister vor allem die geringe Erstzustellungsquote und die damit verbundenen zusätzlichen Zustellversuche ein großes Problem dar. Stadtlogistik ist damit ein kritischer Erfolgsfaktor für die KEP-Branche (Kurier, Express, Paket), sowohl unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten als auch im Sinne der Kundenzufriedenheit und der Wirtschaftlichkeit. In diesem Bereich gilt es die härteste Nuss zu knacken, gerade weil die Luftreinhaltung dringlich ist, der Onlinehandel wächst und für immer mehr Lieferverkehr sorgt und der Zuzug in die Ballungsräume ebenfalls anhält. Dabei scheint die Lösung gar nicht so schwierig, wie es den Anschein hat. Wie die Letzte-Meile-Logistik in der Stadt von morgen aussehen kann, macht Martin Seißler vom Berliner Unternehmen Velogista vor. Unter dem Motto „Für eine bessere Stadt“ wirbt er für den Einsatz seiner eigens entwickelten Elektro-Lastenräder, die bereits heute viele Pkw-Transporte in der Innenstadt ersetzen. Seit 2014 liefert das Kreuzberger Unternehmen mit den elektrisch unterstützten Lastenfahrrädern Güter aller Art innerhalb des Berliner-S-Bahn-Rings. Die Räder nehmen es von der Ladekapazität mit konventionellen Fahrzeugen auf und können per Gabelstapler mit einer kompletten Europalette oder Waren mit bis zu 250 Kilogramm Gewicht beladen werden. Zur Unterstützung der Auslieferung zum Kunden betreibt Velogista derzeit zwei Mikrodepots in Kreuzberg und Charlottenburg. Diese werden bislang noch ganz konventionell durch 7,5 Tonner mit Paketen aus dem Hauptdepot beliefert. Hier hofft Seißler auf die Entwicklung von Elektro-Lkw, die leistungsstark genug sind. Von den De- „Der digitale Wandel ist in vollem Gange. Höhere digitale Qualitätsstandards im Zuliefererbereich verlagern sich zunehmend auf die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Darin liegen für Brandenburg mit seiner ganz überwiegend mittelständisch geprägten Wirtschaftsstruktur große Chancen – aber eben auch erhebliche Herausforderungen. Wir helfen den Firmen aus dem Bereich Verkehr, Mobilität und Logistik, sich fit zu machen fürs 4.0-Zeitalter. Die Förderung des Clusters trägt mit konkreten Projekten dazu bei.“ Albrecht Gerber Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg

Clusterreport I Verkehr, Mobilität und Logistik – Ein starker Standort | 11 pots aus werden die Waren mit acht Fahrrädern in einem Radius von fünf Kilometern ausgeliefert. Geplant ist, die Zahl der Sammellager und Räder zu verdoppeln, um den gesamten Bereich innerhalb des S-Bahn-Rings abzudecken. Die Vorteile gegenüber den herkömmlichen Paketzustelldiensten, wie wir sie tagtäglich in der Innenstadt beobachten können, liegen auf der Hand: „Sie fahren lautlos und platzsparend, emissionsfrei und mit echtem Ökostrom“, sagt Seißler. „Unsere Lastenfahrräder verbrauchen weniger Energie als jedes (Elektro)-Auto und sie schonen die fossilen Ressourcen. Und am Ende sind wir auch schneller und effektiver als Autos“, so der Unternehmensgründer. Die Räder dürfen im Gegensatz zur motorisierten Konkurrenz auf Rad- oder Busspuren fahren, sind wendiger und kommen näher an ihren Lieferort heran. Die Konkurrenz von großen Logistikunternehmen wie DHL, die ebenfalls an solchen Modellen arbeiten, fürchtet er nicht. Im Gegenteil: „Je mehr sich das Konzept durchsetzt, desto besser für die Stadt. Zudem belebt Konkurrenz das Geschäft“, so Seißler abschließend. „Die Zukunft der Mobilität ist eines der großen Themen. In Berlin entwickeln wir konkrete Lösungen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht mehr nur einzelne Technologien, sondern das Zusammenspiel im Gesamtsystem. Elektromobilität, Sharing und Mobilitäts-Apps, aber auch innovative Konzepte für eine nachhaltige Stadtlogistik und Digitalisierung im Schienenverkehr – Mobilität der Zukunft ist mehr denn je eine Vernetzungsaufgabe.“ Ramona Pop Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Berlin Cluster Verkehr, Mobilität und Logistik Das Cluster Verkehr, Mobilität und Logistik als Teil der gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg unterstützt Wirtschaft und Wissenschaft, Antworten für die Mobilität von morgen zu finden. In erster Linie bedeutet dies, technologische Potenziale in Projekte zu überführen und daraus Wertschöpfung für die Region zu erzielen. Im Mittelpunkt stehen dabei integrierte Ansätze, die auf der engen Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen über klassische Branchengrenzen hinweg basieren. Das bei Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie und Wirtschaftsförderung Brandenburg angesiedelte Clustermanagement unterstützt bei der Vernetzung und der Entwicklung von Kooperationsprojekten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Handlungsfeldern Automotive, Luft- und Raumfahrt, Schienenverkehrstechnik sowie in den querschnittlichen Bereichen Logistik und Verkehrstelematik. Ein besonderes Merkmal des Clusters ist die intermodale Aufstellung mit einem ausgewogenen Stärkenverhältnis der Verkehrsträger und Branchen. Dies gilt sowohl für das Verkehrsgeschehen in der Region selbst – Berlin als „Hauptstadt der Intermodalität“ – als auch für die Wissenschaft und Unternehmen. Sie sind wesentliches Fundament für verkehrstechnische Kompetenz in der Region – in der gesamten Bandbreite von der Fahrzeugtechnik über die Logistik bis hin zur sozialwissenschaftlichen Mobilitätsforschung. Zum Cluster Verkehr, Mobilität und Logistik in Berlin und Brandenburg zählen mehr als 17.000 Unternehmen mit etwa 201.000 Beschäftigten in den industriell geprägten

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