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Berlin to go, Sonderausgabe Berliner Hoffest 2019

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TITEL MIT HÄNDEN UND

TITEL MIT HÄNDEN UND BRATPFANNEN Die Geschichte einer Flucht aus Ost-Berlin durch den Aagaard-Tunnel Text: Christiane Flechtner 30 Jahre ist es her, dass die Mauer fiel. Heute ist die Grenze zwischen Ost und West kaum noch zu sehen. Wo heute Straßen verlaufen, gab es damals undurchdringlichen Stacheldraht. Wo heute Parkanlagen zum Spazieren einladen, befand sich eine Mauer samt Wachturm und Todesstreifen. Was die Menschen vor dem Mauerfall in Ost-Berlin und der DDR erlebten, gerät mehr und mehr in Vergessenheit – auch die Fluchtversuche in die Freiheit. Einige glückten, andere wurden mit dem Leben bezahlt. In Deutschland waren viele Familien, Verwandte und Freunde jahrelang getrennt. Eine dieser Familien ist die Familie Aagaard. Ihr Schicksal ist eines von vielen in Berlin, ihre Geschichte die einer Flucht mit besonderen Herausforderungen. Wie schafft man es, eine Mauer von 3,60 Meter Höhe, bewacht von bewaffneten Soldaten, zu überwinden? Eine Antwort darauf: unterirdisch. In der Zeit zwischen 1961 und 1982 wurden in Berlin 72 Tunnel gegraben. Einer dieser Tunnel ist der Aagaard-Tunnel. Familie Aagaard lebte zu dieser Zeit in einem Einfamilienhaus in Glienicke nördlich von Berlin. Heidemarie Aagaard erinnert sich: „Mein Vater Niels-Martin Aagaard hat in der Ottostraße 7 in Glienicke gewohnt, und die Mauer wurde 1961 direkt daneben aufgebaut. Die Grenze verlief also unmittelbar am Gartenzaun.“ Als die Familie 1961 in den Sommerferien aus der Tschechoslowakei zurückkam, war die Mauer errichtet worden, direkt hinter dem Haus, und der Grenzbereich stand fortan unter besonders scharfer Beobachtung. Wenn die Aagaards vor die Tür traten, mussten sie ihre Ausweise zeigen – ob sie zur Arbeit, zu Freunden oder nur spazieren gingen. Heidemarie Aagaard selbst wohnte auf der anderen Seite – im Westen. Die Teilung Deutschlands schmerzte schnell, Heidemarie musste ihre Hochzeit ohne ihre Eltern feiern, denn diese durften sie nicht mehr besuchen. Es gab Umsiedelungen im Grenzbereich und auch Zwangsräumungen. Der Druck war groß, und die Aagaards hatten Angst. Doch die Angst zu bleiben, war größer als die vor einer Flucht. Und so schmiedeten sie einen Fluchtplan: In den nächsten Sommerferien an einem Campingplatz auf Rügen fiel die Entscheidung, einen Tunnel zu graben. Durch diesen sollten alle Familienmitglieder in den Westen fliehen, einschließlich der 70-jährigen Großmutter und Schäferhund Ajax. Und Hans Willner, ein gemeinsamer Freund aus Dresden, sollte dabei helfen. Die Distanz in den Westen hätte kaum kürzer sein können; lediglich 40 Meter war der Grenzstreifen dort breit. Auf der Westseite hinter der Mauer verlief ein kleiner Abhang, der einen Vorteil für die Flucht darstellte. Viele Fragen beschäftigten die Familie: Wird der Tunnel halten? Oder wird er zusammenbrechen und alle unter sich begraben? Ganz egal, Historisches Foto mit Niels-Martin Aagaard (hinten Mitte), Ehefrau Lucie und dem kleinen Detlef (Mitte vorn) sowie Großmutter Gertrud (l.). Fotos: © 14

Der Eingang zum Tunnel befand sich im Wohnzimmer (kleines Bild). Vor fünf Jahren erforschten Archäologen den noch erhaltenen unterirdischen Fluchtweg (großes Bild). 15

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