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Berlin to go, Ausgabe 4.2019

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COFFEEBREAK COFFEE BREAK

COFFEEBREAK COFFEE BREAK Lukas Breitenbach im Gespräch mit Dr. Tanja Wielgoß, Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Wärme Berlin AG KAUM EIN THEMA WIRD DERZEIT SO INTENSIV (UND HITZIG) DISKUTIERT WIE DER ENERGIEWANDEL UND DIE KLIMA- KRISE. WIE ERLEBEN SIE DIE DISKUSSION? Bei aller Brisanz und zum Teil Hitzigkeit, wie Sie sagen, nehme ich diesen gesellschaftlichen Diskurs vor allem als äußerst spannend wahr. Es ist interessant zu sehen, wie viele Akteure aller Altersklassen und aus allen gesellschaftlichen Bereichen sich zu Wort melden. Ich finde es auch toll, wie viele Frauen hier Gesicht zeigen, ganz auffällig ist dies bei der Fridays-for-Future-Bewegung. In vielen Gesprächen und Diskussionen erlebe ich, dass es zwar noch unterschiedliche Ansichten über das „Wie“ beim Klimaschutz gibt. Aber ich erlebe auch, dass die Erkenntnis „ein Weiter wie bisher kann es nicht geben“ längst die Oberhand gewinnt und eine inzwischen große Mehrheit der Wille eint, den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. ÜBER IHREN WECHSEL HABEN SIE GESAGT, DASS SIE ES SEHR REIZVOLL FINDEN, IN DER NEUEN POSITION DIE MÖGLICHKEIT ZU HABEN, DIE ENERGIEWENDE MIT- ZUGESTALTEN. WIE MACHEN SIE DAS? Die gesamte Vattenfall Gruppe hat das Ziel, unseren Kundinnen und Kunden ein fossilfreies Leben zu ermöglichen. Das ist eine Riesenherausforderung an die Umstellung des Energiesystems. Daran arbeiten wir auch in Berlin bei der Vattenfall Wärme. Meine Kolleginnen und Kollegen bringen sich hier jeden Tag aufs Neue mit ihrem Know-how und ihren Ideen ein, damit wir diesen Transformationsprozess effizient, nachhaltig und sozial ausgewogen gestalten. Ich finde es bei Transformationsprozessen immer wichtig, sich die Aufgabe konkret – also auch in Zahlen – vorzustellen. Im Land Berlin stoßen wir aktuell rund 17 Mio. Tonnen CO 2 pro Jahr aus. Unser gemeinsames Ziel ist es, auf 11 Mio. Tonnen herunterzukommen. Etwas 32

Foto: © Peter-Paul Weiler mehr als 2 Mio. Tonnen wollen wir als Vattenfall Wärme hierzu beisteuern. Das heißt konkret, dass wir die Wärme, die wir übrigens hier vor Ort erzeugen, konsequent und Schritt für Schritt ökologischer produzieren. Schon heute hat ein Fernwärmekunde rund eine Tonne CO 2 weniger in seinem Budget als seine Mitbürger, die auf konventionelle Energieerzeugung setzen. Und die gute Nachricht ist: Ohne noch einmal neu zu investieren oder sich um Brennstoffe oder Systemausgestaltung kümmern zu müssen, wird der CO 2 -Rucksack quasi von alleine immer leichter. Ich finde es großartig, einen Beruf zu haben, in dem ich einen so wichtigen Beitrag für die Energiewende leisten kann, und dass dies dann so vielen Berlinerinnen und Berlinern zugutekommt. Und ich würde mich sehr freuen, wenn immer mehr Hauptstädter stolz auf den Weg sind, den wir eingeschlagen haben. Denn wie sagte Frank Peter vom Energie- Thinktank Agora so schön: Berlin ist einer der schwierigsten Orte, um in der Fernwärme frei von fossilen Energieträgern zu werden. Wenn es hier gelingt, wird es überall gelingen. ALS (FRÜHERE) BSR-CHEFIN HABEN SIE SICH MIT DEM SATZ „SCHÖN WÄRE, WENN SAUBER COOL WÄRE“ ZITIEREN LASSEN. KÖNNEN SIE DEN SATZ AUCH ALS VATTEN- FALL-WÄRME-CHEFIN UNTERSCHREIBEN? Voll und ganz. Ich freue mich auch weiterhin, wenn ich meine Ex-Kolleginnen und -Kollegen in Orange sehe, und finde es wunderbar, in einem sauberen Park Sport zu treiben. Im übertragenen Sinne ist die Fern- oder, wie ich lieber sage, die Stadtwärme ein sauberes Produkt. Mit jedem neu angeschlossenen Haushalt vermeiden wir etwa eine Tonne CO 2 jährlich, verdrängen alte Ölheizungen oder – man glaubt es kaum – sogar noch vorhandene Kohleöfen in dieser Stadt. Unsere Wärme ist ein Produkt, das sich viele Bürgerinnen und Bürger teilen – es passt damit voll in den aktuellen Trend der Sharing Economy. 33

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