Aufrufe
vor 2 Wochen

Berlin to go, Ausgabe 4.2019

  • Text
  • Nachhaltigkeit
  • Futurium
  • Stadt
  • Wirtschaft
  • Welt
  • Unternehmen
  • Zukunft
  • Berlin

TITEL Zum anderen lassen

TITEL Zum anderen lassen sich in der heterogenen Kultur- und Startup-Szene Berlins viele Zukunftsentwicklungen und Lösungen im Kleinen bereits gut beobachten. Das betrifft nicht nur technologische Entwicklungen und Innovationen, sondern vor allem auch soziale: zum Beispiel neue Formen des Zusammenlebens, Arbeitens und/ oder Formen der Mobilität. So beschäftigen sich Absolventen des Studiengangs etwa im Startup „Zukunftsbauer“ mit Berufen und Arbeitsformen der Zukunft und befähigen Schülerinnen und Schüler, heute schon ihre „Bildungskarrieren“ an den veränderten Anforderungen auszurichten (www.diezukunftsbauer.com). NUN SCHAUEN WIR ÜBER DIE LAN- DESGRENZE: WIE SIEHT DER (INTER) NATIONALE AUSTAUSCH LEHRENDER UND STUDIERENDER AUS BERLIN AUS? Die Studierenden werden von Anfang an ermuntert sich an den zahlreichen nationalen und internationalen Netzwerken des Studiengangs aktiv zu beteiligen. So reisen Studierende und Absolventen regelmäßig zu internationalen Konferenzen und es werden internationale Gastdozenten aus dem Foresight Europe Network, der World Futures Studies Federation oder dem Millennium Project zu speziellen Themen und Fragestellungen eingeladen. Darüber hinaus bestehen enge Kontakte zu anderen zukunftsorientierten Masterstudiengängen vor allem in Finnland, Italien, Taiwan und den USA. Grundsätzlich bietet sich den Studierenden bereits während des Studiums die Möglichkeit zum intensiven Netzwerken und Austausch mit den mehr als 35 verschiedenen Dozenten aus unterschiedlichsten Disziplinen und Professionen. Außerdem haben die Studierenden des Fach-Masters die Möglichkeit aktiv an den Diskursen zum Thema teilzunehmen, indem sie schon zu Beginn in das nationale Netzwerk Zukunftsforschung sowie den Alumni-Verein „Kapitel 21“ eingebunden werden. WELCHE EINSATZGEBIETE GIBT ES IM ANSCHLUSS ANS STUDIUM FÜR ABSOLVENTEN? Aufgrund der praxisnahen Ausbildung sowie der Möglichkeit der Vernetzung mit zahlreichen Akteuren bereits während des Studiums bietet sich vielen Studierenden schon früh die Möglichkeit, Kontakte zu möglichen Arbeitgebern und/oder Projektpartnern zu knüpfen. Die Einsatzgebiete der Absolventen sind dann vielfältig: Zu nennen sind Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer Institute, Wirtschaftsunternehmen wie die Volkswagen AG, Ministerien wie das Auswärtige Amt oder Beratungsunternehmen. UNSERE „BERLIN TO GO“-AUSGABE HEISST „BERLIN ÜBERMORGEN“. WAS BEDEUTET DAS AUS IHRER WISSENSCHAFTLICHEN SICHT? Als Zukunftsforscher weiß ich, dass es schwierig ist, die Entwicklung eines so komplexen Systems wie einer Stadt vorherzusagen. Dennoch zeichnen sich für das „zeitlich nähere Übermorgen“ – also die nächsten 5 bis15 Jahre – ein paar generelle Entwicklungslinien ab, vor allem: weitere Urbanisierung mit zunehmender baulicher Verdichtung im Zentrum Berlins bei gleichzeitiger Ausdehnung an den Rändern, demografischer Wandel besonders in Form der deutlichen Zunahme der Altersgruppen der 30- bis 50-Jährigen sowie weitere Digitalisierungsprozesse, insbesondere in Bezug auf Mobilitäts- und Automatisierungsangebote. All das wird in Berlin regional sehr unterschiedliche Auswirkungen haben, so dass die Frage nach „Wie werden wir leben?“ sich nur in Bezug auf spezifische regionale Kontexte skizzieren lässt, man sogar behaupten könnte, dass es mehrere Berlins in Berlin geben wird: Hellersdorf wird sich noch deutlicher von Mitte unterscheiden – und zwar nicht nur aufgrund der Zusammensetzung der Bevölkerung, sondern vor allem in Form der infrastrukturellen Bedingungen. WAS SIND VOR DIESEM HINTERGRUND DIE DRÄNGENDSTEN FRAGEN, MIT DENEN SIE SICH IN FORSCHUNG UND LEHRE BEFASSEN? Trends wie Urbanisierung, demografischer Wandel und Digitalisierungsprozesse sind zwar in ihrer Entwicklung aufgrund bestimmter Bedingungen wie Geburten und Sterberate, Investitionen, vorhandene Infrastrukturen etc. in Bezug auf die nähere Zukunft relativ stabil, jedoch in ihren konkreten Auswirkungen auf unser Zusammenleben in Berlin nicht determiniert. Deshalb ist aus meiner Sicht die drängendste Herausforderung – neben der Erforschung der 18

Potenziale und wahrscheinlichen Entwicklungen dieser Trends – vor allem die Frage: „Wie wollen wir eigentlich zusammenleben?“. Zukunftsforschung in ihrem modernen Selbstverständnis setzt genau hier an, indem wir versuchen die Zukunft als grundsätzlich gestaltbar zu beschreiben und so die Diskussion um gesellschaftliche Entwicklungen weg von einem bloßen Anpassen an scheinbar unvermeidliche Entwicklungen hin zu einer aktiven Gestaltung durch unsere Entscheidungen im Hier und Jetzt zu unterstützen. INWIEFERN WERDEN HIER IN BERLIN – UND AN IHRER HOCH- SCHULE – AUCH KONKRETE LÖSUNGEN ZU ZUKUNFTSFRAGEN „GEBOREN“ ODER DER WEG FÜR SIE GEEBNET? Es wäre sicherlich vermessen zu behaupten, dass Ideen und Lösungen hier in Berlin oder an der FU geboren werden würden. Was wir aber insbesondere durch den Masterstudiengang Zukunftsforschung und seine Akteure durchaus geschafft haben, ist das Thema Zukunft einer „Entwicklungen werden in Berlin regional sehr unterschiedliche Auswirkungen haben, so dass […] man sogar behaupten könnte, dass es mehrere Berlins in Berlin geben wird.“ Sascha Dannenberg, Koordinator Masterstudiengang Zukunftsforschung an der FU Berlin breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, so dass die Exploration der Potenziale und Grenzen technologischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen und Entscheidungen zunehmend in einer kritisch-informierten Gesellschaft stattfindet. DIESEN PROZESS WIRD IHRE FACH- RICHTUNG AUCH WEITER BEGLEITEN. HAT ES DA EIGENTLICH ETWAS BERUHIGENDES, FORSCHER DIE ALS ZUKUNFTS- ZUKUNFTS- FORSCHER VON MORGEN AUSZUBILDEN? Ja, in vielerlei Hinsicht. Vor allem weil wir im Masterstudiengang Wert auf die Ausbildung von kritischen Studierenden legen, die in der Lage sind, kritische Fragen stellen zu können, bevor Antworten gegeben werden. Wir hoffen deshalb durch den Masterstudiengang nicht nur potenzielle Arbeitnehmer auszubilden, sondern so genannte Change Agents. Menschen also, die Veränderungen kritisch, wissenschaftlich fundiert und am Leitbild nachhaltiger Entwicklung orientiert bewirken können. Foto: © Christiane Flechtner KONTAKT Sascha Dannenberg, Koordinator Masterstudiengang Zukunftsforschung Fabeckstraße 37 · 14195 Berlin · Telefon: +49 30 838 58397 Fax: +49 30 838 75494 · E-Mail: dannenberg@institutfutur.de 19

Publications in English

Publikationen auf deutsch

Clusterreport Verkehr, Mobilität und Logistik
Schienenverkehrstechnik
Verkehrstelematik
Logistik
Automotive in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Aerospace Industrie
Biotech- und Pharmaindustrie
Forschung für die Gesundheit
Gesundheitsversorgung und Prävention
Potenzialstudie Medizintourismus Berlin-Brandenburg_2015
Clusterbroschuere Gesundheitswirtschaft
Prävention und Gesundheitsförderung
Rehabilitation in Berlin und Brandenburg
Games Industrie in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Digitale Wirtschaft in Berlin
Fernsehen in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Fashion in Berlin
Best Practice Wireless in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Medien und Kreativwirtschaft in Berlin-Brandenburg
Turbomaschinen und Kraftwerkstechnik
Energienetze und -speicher in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Kreislaufwirtschaft in Berlin
Wasserwirtschaft in Berlin
Energietechnik in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft
Service Packages für Unternehmen in Berlin
Unternehmensservice in den Berliner Bezirken
Berlin Partner: Unser Service fuer Sie