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Berlin to go, Ausgabe 4.2018

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TITEL „RÜCKBLICKEND

TITEL „RÜCKBLICKEND BIN I ICH DIESE GRÜNDU Verena Pausder im Gespräch über erfolgreiches Gründen und persönliche Gründungserkennt nisse. WIE KAM ES ZUR ANFÄNGLICHEN IDEE UND DANN ZUR GRÜNDUNG VON FOX & SHEEP? Als das iPad 2011 auf den Markt kam, gab es kaum Content für Kinder, obwohl das Gerät prädestiniert dafür war. Der Gedanke meines Co-Gründers Moritz Hohl und von mir war, dass man sich mit einem entsprechenden Angebot so früh wie möglich positionieren müsste, bevor der Markt sich sättigt. Wir wollten von Anfang an international denken, daher auch der Name Fox & Sheep. 2012 gründeten wir unser App-Studio in Berlin mit dem Anspruch, weltweit hochwertige Apps für Kinder zu vertreiben. WIE HABEN SIE ES GESCHAFFT, VON ANFANG AN GROSS ZU DENKEN UND GROSS ZU WERDEN? Wir sind bei der anfänglichen Marktrecherche auf zwei Apps aus Berlin gestoßen, die sehr schön gestaltet waren und im App-Store mit drei bis vier Sprachen richtig erfolgreich liefen. Wir haben uns kurzerhand mit den Entwicklern getroffen, um uns auszutauschen – wie man das in Berlin so macht. Dabei stellte sich heraus, dass sie die Apps gerne verkaufen würden. Unser Entschluss stand schnell. Wir haben die beiden Apps gleich zu Beginn in 14 Sprachen übersetzt und weltweit vermarktet. Schon nach drei Jahren hatten wir die Marke von zehn Millionen Downloads geknackt! 2014 wurde der Spielwarenhersteller Haba auf der Suche nach einem Partner im Geschäftsfeld Digital Business auf uns aufmerksam. Ende 2014 hat sich Haba mehrheitlich an Fox & Sheep beteiligt. Mein Co-Gründer schied damals aus, und ich bin seither alleinige Geschäftsführerin und Minderheitsgesellschafterin. Mit diesem Step ist unser Startup den Kinderschuhen entwachsen und zu einem großen Unternehmen geworden. 20

CH SEHR FROH, DASS NG GEWAGT HABE“ SIE SIND SELBST DREIFACHE MUTTER. WELCHEN TIPP WÜRDEN SIE GRÜNDENDEN MÜTTERN GEBEN? Als Freelancerin mit Kind kann man sich gut selbstständig machen, weil sich Job und Familie flexibel vereinbaren lassen. Als Unternehmerin funktioniert das nicht so einfach. Der Markt ist so hart und das Pensum so hoch, das muss man ganz und gar wollen. Dafür braucht man eine Kinderbetreuung, die einen voll unterstützt, eine Finanzierung, die es zulässt, von Anfang an groß zu denken, und die Bereitschaft hinzunehmen, dass man nicht alles haben kann. Wenn das gegeben ist, können alle glücklich werden, denn dann ist der Job wie Zeit für mich selbst und ich habe abends den Kopf frei für meine Familie. UNTERSCHEIDET SICH AUS IHRER SICHT DIE VORGEHENSWEISE VON FRAUEN UND MÄNNERN BEIM GRÜNDEN? Ich glaube schon, dass Frauen anders gründen als Männer. Wahrscheinlich sind sie etwas zurückhaltender, was ihre Vision, ihr Selbstvertrauen und damit auch die anvisierte Unternehmensgröße betrifft. Sie führen mit Empathie und achten häufig auf die Unternehmenskultur. Männer besitzen dafür oft ein großes Vertrauen in Zahlen und lassen sich durch subjektive Meinungen aus dem Umfeld nicht so schnell vom Kurs abbringen. Die Kombination aus diesen Stärken ist ideal. Ich glaube daher sehr an gemischte Teams. FOX & SHEEP IST NICHT IHRE ERSTE GRÜNDUNG. WIE ENTSCHEIDEND WAREN ERKENNTNISSE AUS FRÜHEREN GRÜNDUN- GEN FÜR IHREN JETZIGEN ERFOLG? Sehr wichtig. Eine maßgebliche Erkenntnis ist, dass Venture Capital nicht für jedes Unternehmen die richtige Finanzierungsform ist, weil man damit zu Wachstum um jeden Preis verdammt ist und sich alles dem Umsatz unterordnen muss. Fox & Sheep haben wir mit möglichst wenig Fremdkapital gegründet und bis zuletzt 85 % der Sitze gehalten. Das war bei den Verhandlungen mit Haba entscheidend. Und wir haben früh auf unsere Profitabilität geachtet und hatten immer sehr klare Ziele, die wir konsequent verfolgt und dabei unsere Kosten sehr eng gemanagt haben. Rückblickend bin ich sehr froh, dass ich diese Gründung gewagt und alles, was ich zuvor gelernt hatte, darin angewendet habe. Den Mut brauchte es, sonst wären alle Erfahrungen vorher umsonst gewesen! 21

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