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Berlin to go, Ausgabe 4.2017

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SERVICE Berlins Klimaschutzziele sehen vor, die Kohlendioxidemissionen bis 2050 um mindestens 85 Prozent zu reduzieren. Der Weg hin zur nachhaltigen und effizienten Energieversorgung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Berliner Politik, etablierter Wirtschaft, Wissenschaft, Startup-Szene sowie den Bürgerinnen und Bürgern. Gemeinsam werden Innovationen für Berlin und aus Berlin für die Energiewende entwickelt. In der ersten Phase der Energiewende wurden vor allem die Erzeugungskapazitäten Erneuerbarer Energien aufgebaut. Nun geht es um die Systemintegration von großen Anteilen Erneuerbarer Energien. Hierzu ist es notwendig, dass sich das Energiesystem in einem „Internet der Energie“ hochgradig vernetzt. Heute steht daher die Digitalisierung im Mittelpunkt – und damit auch Berlin, wo sich die Digitalbranche entwickelt wie sonst nirgends in Deutschland. Mit der Ausstellung „WindNODE Live!“ sollen die Entwicklungen der Energiewende 2.0 erlebbar gemacht werden. Während der Eröffnung am 12. Februar im Foyer des Ludwig Erhard Hauses konnten sich Staatssekretär Christian Rickerts und Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, einen Überblick verschaffen, was erprobt wird und welchen Anforderungen die Energiesysteme der Zukunft genügen müssen. WindNODE Live! war bis zum 24. Februar 2018 in der Fasanenstraße 85 zu besichtigen. Nun geht die Ausstellung auf Wanderschaft durch die WindNODE-Region: Adlershof, Cottbus, Dresden und das Euref-Gelände in Schöneberg sind die nächsten Stationen. Christian Rickerts, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, betonte die zentrale Bedeutung der Vernetzung: „Die Energiewende in der größten Stadt Deutschlands kann nur eng vernetzt mit der dezentralen Erzeugung erneuerbarer Energie in Berlin und den uns umgebenden Regionen gelingen. Die Digitalisierung ist der unverzichtbare Schlüssel, um den verlässlichen Energiebedarf Berlins zu flexibilisieren und das Angebot an erneuerbarer Energie optimal auszuschöpfen, ohne Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit in Frage zu stellen. WindNODE Live! zeigt, wie Digitalisierung zu mehr Nachhaltigkeit führt.“ 26

Staatssekretär Christian Rickerts (am Bildschirm) sieht sich die Ausstellung ganz genau an. Fotos: © Berlin Partner / photothek.de 100 Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen aus Berlin und den ostdeutschen Ländern entwickeln und demonstrieren im Verbundprojekt „WindNODE – Schaufenster für intelligente Energie im Nordosten Deutschlands“ die notwendigen Instrumente und Geschäftsmodelle für die weitere Umsetzung der Energiewende. Dr. Stefan Franzke nannte WindNODE ein Paradebeispiel für eine fruchtbare Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft: „Die einzigartige Wissenschaftslandschaft der Hauptstadtregion und das inzwischen weltberühmte Berliner Ecosystem bieten den idealen Raum für Ideen und Innovation. WindNODE bezieht ganz Norddeutschland ein. Hier finden wir die Antworten auf die zahlreichen praktischen Fragestellungen der Energiewende. Und darüber hinaus zeigt das Projekt einmal mehr, dass am Standort Berlin in Sachen Digitalisierung – in allen Bereichen des alltäglichen Lebens – Maßstäbe gesetzt werden.“ Die Wanderausstellung informiert über die Inhalte des Schaufensterprojektes, die beteiligten Partner und die Herausforderungen der Digitalisierung: Was sind Flexibilitäten? Wie sieht es mit der Wertschöpfung aus, und wie funktioniert die Systemintegration? Welche Ideen werden im Projekt für eine Kopplung der Sektoren Elektrizität, Mobilität und Wärme entwickelt? Ziel ist es, die Erzeugung und den Verbrauch von Erneuerbarer Energie ins Gleichgewicht zu bringen und dadurch mehr Energien ins Gesamtsystem zu integrieren. Beteiligte Partner aus Berlin sind u.a. der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission, der Verteilnetzbetreiber Stromnetz Berlin, die Siemens AG, Vattenfall Wärme, aber auch Forschungsinstitute wie die Technische Universität Berlin, das Fraunhofer FOKUS oder das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit sowie viele weitere kleine und mittlere Unternehmen. Dass in Berlin zielstrebig an der Energiewende gearbeitet wird, zeigen auch die Zahlen im Cluster Energietechnik: In den vergangenen Jahren wuchs das Cluster bei Umsatz und sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten überdurchschnittlich stark. In der Hauptstadtregion erwirtschaften rund 6300 Unternehmen mit über 53.000 Beschäftigten einen Umsatz von etwa 28 Milliarden Euro jährlich im Bereich Energietechnik. Das Spektrum der Aktivitäten für die nachhaltige Weiterentwicklung des Energiesystems ist groß. Siemens baut zum Beispiel 200 öffentliche Gebäude, darunter Schulen und Kindergärten, in kleine Energiesparwunder um. Was an Stromkosten gespart wird, tilgt die Rechnung der Sanierung – jährlich etwa 4,7 Millionen Euro. Platz für große Windparks bietet Berlin zwar so gut wie keinen, dafür aber Fläche auf Dächern und in Kellern, die mit Solaranlagen und Blockheizkraftwerken für Stromnachschub sorgen können. Neben der Energie aus der Steckdose befindet sich die Wärme aus der Heizung im Wandel: Die großen Energieversorger wie Vattenfall oder die Gasag forcieren auch die Wärmewende in Berlin. So hat die Gasag Solution Plus auf dem Euref-Campus eine Power-to-Heat / Power-to-Cool-Anlage in Betrieb genommen. Dieser neue Technologieansatz bietet eine Speicherlösung für Erneuerbare Energien und soll zukünftig in den Regelenergiemarkt eingebunden werden. WindNODE hat ein Projektvolumen von knapp 70 Millionen Euro und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als ein „Schaufenster für intelligente Energie“ (SINTEG) von 2017 bis 2020 gefördert. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft der sechs ostdeutschen Regierungschefs. Die Ausstellung wurde von der Berliner Agentur m.o.l.i.t.o.r. GmbH im Auftrag von und zusammen mit Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie konzipiert und realisiert. 27

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