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Berlin to go, Ausgabe 4.2017

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COFFEEBREAK COFFEE-

COFFEEBREAK COFFEE- BREAK Lukas Breitenbach trifft Nicolas Zimmer, den Vorstandsvorsitzenden der Technologiestiftung Berlin HERR ZIMMER, DIE TECHNOLOGIESTIF- TUNG IST GESELLSCHAFTERIN BEI BERLIN PARTNER. IN DIESER ROLLE ENGAGIERT SIE SICH VOR ALLEM FÜR DIE TECHNOLOGIE- FÖRDERUNG. WELCHE IMPULSE GEHEN AUS IHRER SICHT ZURZEIT VON DER TECH- NOLOGISCHEN ENTWICKLUNG AUS? Die größte Treiberin ist seit einigen Jahren die Digitalisierung – und wird es über Jahre bleiben. Alles wird digital. Die Wertschöpfung verlagert sich von der Hard- zur Software. Zurzeit kann man das beispielsweise in der Autoindustrie sehen, wo sich durch sogenannte intelligente Maschinen nicht nur die Produktion stark verändert. Zusätzlich entwickelt sich das Produkt Auto zum Computer auf Rädern. BERLIN GILT ALS DEUTSCHE HAUPTSTADT DER DIGITALISIERUNG. SIND SIE ZUFRIEDEN MIT DER ENTWICKLUNG IN DER STADT? Ja, Berlin nutzt seine Chance. Es gibt eine erfolgreiche Startup-Szene, die weltweit mitspielt. Ich finde allerdings, dass viele kleine und mittlere Unternehmen in der Stadt und die Berliner Stadtgesellschaft noch digitalen Nachholbedarf haben. Technologieförderung, also die Digitalisierung voranzubringen, bedeutet in diesem Falle: übersetzen und vernetzen, nachhaltige Beziehungen schaffen zwischen den Bereichen mit unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten. DIE TECHNOLOGIESTIFTUNG KONZENT- RIERT SICH DARAUF, DIE CHANCEN DER DIGITALISIERUNG AUFZUZEIGEN. RE- GELMÄSSIG ERSCHEINEN STUDIEN UND REPORTS ZU THEMEN WIE SMART HOME ODER BLOCKCHAIN. JETZT HABEN SIE EIN PROTOTYPING LAB EINGERICHTET UND ENTWICKELN DIGITALE TOOLS. WAS STECKT DAHINTER? Es ist einfacher, die Chancen der Digitalisierung zu zeigen, wenn man konkret wird. Stichwort Open Data: Ich kann viel darüber erzählen, dass das Zusammenleben transparenter wird und mehr Mitwirkungsmöglichkeiten gegeben sind, wenn die Verwaltungen den Bürgerinnen und Bürgern ihre Daten zur Verfügung stellen. Besser sind Beispiele. Unser Lab entwickelt entsprechende Projekte: eine Karte, auf der Eltern sich über das Kita-Angebot in Berlin informieren können, eine App, die den Pollenflug für Berlin vorausberechnet, oder einen Spiegel, der morgens beim Zähneputzen über die Ereignisse im Umfeld informiert – um nur drei Projekte zu nennen, die gerade laufen. LABS KENNT MAN AUS DER STARTUP- SZENE. WIESO HABEN SIE DIESE ARBEITS- FORM ÜBERNOMMEN? Mir gefällt der Ansatz außerordentlich gut, dass wir konkret sind, Hand anlegen und hacken. Es Foto: Christian Kielmann 36

ist gut, wenn man Dinge nicht nur theoretisch durchdringt, sondern auch ganz praktisch anfasst. Das hilft uns, technologisch auf dem Laufenden zu bleiben und unseren Zielgruppen gegenüber glaubwürdig zu sein. EIN OFFENER UMGANG MIT DATEN FÜR EINE TRANSPARENTE BÜRGERGESELL- SCHAFT: IST DAS IHRE VISION FÜR BERLIN IN DIGITALEN ZEITEN? Der Aspekt der Offenheit ist mir tatsächlich sehr wichtig. Aber Digitalisierung kann mehr. Vernetzte Systeme ermöglichen Effizienz, Nachhaltigkeit, Lebensqualität. Wenn der Verkehr zentral gesteuert wird und weniger Staus entstehen, spart das Benzin und Nerven. Es wird ruhiger in der Stadt, die Luft wird besser. Wie das Verkehrsnetz kann man auch andere Systeme wie Energie- und Wasserversorgung in der Stadt nachhaltiger und effizienter gestalten. Das ist letztlich, was sich hinter dem Schlagwort Smart City verbirgt, und gerade große Städte mit dichten, komplexen Systemen haben hier große Entwicklungschancen. Natürlich muss man über Themen wie Datenschutz und -sicherheit sprechen, und ganz sicher muss die Politik die Rahmenbedingungen für die Digitalisierung weiter ausarbeiten. Aber ich möchte, dass wir noch mehr über die Chancen der Digitalisierung sprechen und sie ergreifen. Nicolas Zimmer Bevor er 2013 zur Technologiestiftung kam, war der ausgebildete Jurist unter anderem als Anwalt mit dem Schwerpunkt Intellectual Property tätig und später Staatssekretär bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung. Außerdem gründete er die ebook-Publishing-Plattform Liberio, deren Geschäftsführer er bis Ende 2015 war, und engagiert sich beim Bundesverband Deutscher Startups als Koordinator Industrie 4.0. ZUR TECHNOLOGIESTIFTUNG • rechtsfähige und gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts • 1984 ins Leben gerufen, um den Innovationsstandort Berlin zu profilieren • Ziel 2017: den digitalen Wandel für Berlin gestalten • Beschäftigte 2017: 18 • Stammkapital: 32,6 Millionen Euro • Studien, Infografiken und weitere Informationen: www.technologiestiftung-berlin.de 37

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