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Berlin to go, Ausgabe 3.2018

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PERSPEKTIVEN EXKLUSIVE

PERSPEKTIVEN EXKLUSIVE HAND­ WERKSKUNST SEIT 1763 Ob königlich, staatlich oder privat – KPM ist vor allem eins: eine Berliner Manufaktur Text: Anke Templiner Seit 1763, als sie von Friedrich dem Großen gegründet wurde, hat die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) ihren Standort in Berlin. KPM ist nicht nur eng mit der Geschichte Preußens und Berlins verwoben, sondern steht seit mehr als 250 Jahren für exklusive Handwerkskunst und stetige Innovationen rund um Material und Formen – made in Berlin. Und von Anfang an hat persönliches Engagement die Geschicke der KPM bestimmt. Das „weiße Gold“ ist die große Leidenschaft Friedrichs II. von Preußen. Er übernimmt deshalb die Porzellan-Manufaktur im Jahr 1763 für 225.000 Reichstaler von Johann Ernst Gotzkowsky, der sie aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben muss. Der BERLINER ORIGINALE König gibt ihr auch den Namen und sein Zeichen: das kobaltblaue Zepter. Die Arbeitsabläufe werden rationalisiert, die Techniken perfektioniert. Die KPM wird, was sie bis heute ist: ein nach ökonomischen Prinzipien arbeitender Betrieb, der das „manu factum“ wörtlich nimmt: Handarbeit ist die Basis des Unternehmens und seines Erfolgs. Wegen des Baus des Preußischen Landtages muss die KPM ihren angestammten Sitz an der Leipziger Straße räumen. Der neue Standort am Rande des Tiergartens ist aufgrund seiner Lage an der Spree nun endlich für Transporte von Rohstoffen und Fertigprodukten per Schiff erreichbar. Bis zur Abdankung Wilhelms II. und dem Ende der Monarchie im Jahr 1918 ist die KPM im Besitz von sieben Königen und Kaisern. 1918 wird sie Fotos: © KPM Berlin wie die Siegessäule. Wir sind das älteste produzierende Unternehmen der Stadt und sehr stolz darauf. Die Hauptstadt ist Kern unserer Marken-DNA, denn seit über 250 Jahren gibt es die Königliche Porzellan-Manufaktur nicht ohne Berlin.“ Mit großem Erfolg bestimmt Jörg Woltmann die Neuausrichtung des traditionsreichen Unternehmens, indem er die Internationalisierung der KPM als Luxusmarke vorantreibt und neue Arbeitsplätze schafft. Dazu gehört auch die Eröffnung einer neu gestalteten Verkaufsgalerie in der historischen Ringkammer-Ofenhalle. Ein Jahr später, 2007, wird im KPM Quartier im Tiergarten die „KPM WELT“-Erlebnisausstellung eröffnet. Auf dem 500 Meter langen Rundgang Der markante Kaffeefilter setzt auf Handarbeit – sowohl in der Herstellung als auch in der Nutzung. staatlich. Die Marke KPM und das Zepter bleiben. Ende der 1920er-Jahre entstehen unter dem Direktor Günther von Pechmann viele Services, die in der Formensprache der Neuen Sachlichkeit und im Geist von Bauhaus gestaltet sind. erlebt der Besucher die faszinierende Welt der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin mit ihrer über 250-jährigen Geschichte. Er erfährt alles über die aufwendige Herstellung der Porzellane und die Kunst der Porzellanmalerei und -dekoration. Die KPM WELT zählt zu den kulturellen Höhepunkten Berlins und die KPM ist eines Diese neuen Konzepte bringen der KPM nicht nur kommerzielle Erfolge, sondern zeigen die Berliner Manufaktur vor allem als Ideenschmiede für moderne Designs. Während des Zweiten Weltkrieges werden die „KPM gehört zu Berlin wie die Siegessäule. Die Hauptstadt ist Kern unserer Marken-DNA, denn seit über 250 Jahren gibt es die Köngliche Porzellan-Manufaktur nicht ohne Berlin.“ Jörg Woltmann der Aushängeschilder der Hauptstadt. Um das Kulturgut und das Manufakturarchiv langfristig zu erhalten, aber auch um sich im kulturellen und künstlerischen Bereich weiterzuentwickeln, gründet Jörg Woltmann 2016 KPM-Gebäude am Tiergarten bei einem Bombenangriff zerstört. Bis 1957 bauen Mitarbeiter der Manufaktur die Gebäude auf dem historischen zusammen mit dem damaligen Kulturstaatssekretär André Schmitz und dem Vorsitzenden der KPMG AG Ulrich Maas die Stiftung Königliche Gelände im Tiergarten auf. Im Jahr 1988 wird die KPM per Senatsbeschluss zur GmbH, allerdings unter Kontrolle der Stadt: Ihre Geschicke lenkt eine Tochter der landeseigenen Investitionsbank. Nach mehreren Privatisierungsversuchen übernimmt der Berliner Bankier Jörg Woltmann die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin 2006 als Alleingesellschafter, um einer der ältesten Luxusmarken der Welt in Berliner Hand zu lassen. „KPM gehört zu Die historische Ofenhalle ist heute Verkaufsgalerie. 26 27

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