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Berlin to go, Ausgabe 3.2018

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TITEL WIE SCHMECKT

TITEL WIE SCHMECKT EIGENTLICH KUNST? Das Zagreus Projekt in Berlin-Mitte verbindet Kunst und gutes Essen auf einzigartige Weise. Ein Besuch beim Galeristen und Koch Ulrich Krauss. Text: Ines Hein „Eat Water“ steht auf dem Schild über dem Brunnen im Hinterhof an der Brunnenstraße 9a in Berlin-Mitte. In einer von außen eher unscheinbar anmutenden Remise ist das Zagreus Projekt zu Hause, das von Galerist und Koch Ulrich Krauss seit nunmehr 18 Jahren mit großem Erfolg betrieben wird. Drinnen empfängt den Gast ein heller, hoher Altbauraum, in dem eine lange Tafel darauf wartet, gedeckt zu werden. Der White Cube, die Vorstellung von einem Ausstellungsraum, dessen weiße Wände in keiner Weise mit der Wirkung der gezeigten Kunstwerke konkurriert, ist ein Konzept, mit dem sich Ausstellungsmacher und Künstler im letzten Jahrhundert intensiv auseinandergesetzt haben. Wirkt Kunst im Kontext anders, besser oder gar falsch? Und was geschieht, wenn Raum und Kunst interagieren? Ulrich Krauss geht dieser Frage aus zweifacher Berufung auf den Grund. Der gelernte Koch und Künstler, der seinen Abschluss an der Kunstakademie Stuttgart gemacht hat, lässt Kunst und Kulinarik in Dialog miteinander treten. Seine klassischen Wurzeln, auch die Freude daran, das Verborgene zu heben, spie- WIRKT KUNST IM KONTEXT ANDERS, BESSER ODER GAR FALSCH? sich einen Ort geschaffen, an dem er seine beiden Leidenschaften verbindet: Die Lust am Kochen trifft auf die Lust an der Kunst. Jede Ausstellung läuft rund zwei Monate in der Remise, in der den Galerieraum auch für externe Buchungen zugänglich. Die Nachfrage ist groß, Caterings und individuelle Menüs werden zusätzlich angeboten. Wenn er von seiner Arbeit erzählt, merkt man gelt der Name seiner Galerie wider: Zagreus hieß Das Konzept seiner Koch-Galerie: Ein Künstler zweimal wöchentlich ein öffentlicher Menüabend Krauss die Freude an seiner doppelten Passion ein Zeus-Sohn, der nach griechischer Mythologie bespielt den Raum mit einem oder mehreren Wer- stattfindet, zu dem sich die Gäste anmelden kön- spürbar an. Aus zwei Berufen hat er zur Jahrtau- den Titanen zum Opfer fiel, von ihnen in Stücke ken, zu denen ein speziell kreiertes Menü serviert nen. Zwischen 45 und 70 Euro kostet der kulina- sendwende einen gemacht und wurde vom Pro- gerissen und gekocht wurde. Seine Überreste sol- wird. „Die Verbindung von Kunst und Kulinarik risch kuratierte Kunstabend, je nach Wahl mit fikoch, der nebenbei als Künstler arbeitet, zum len der Sage nach den ersten Weinstock gebildet ist bei mir nicht missionarisch oder food-akti- passender Weinbegleitung. Bereits während der kochenden Galeristen, der sich durch die einge- haben. Zagreus selbst verkörpert die vier Jahreszeiten. Im Kern des Mythos steht die Geschichte vom Werden und Vergehen – für Krauss ein so symbolträchtiges Panorama, dass er es für sein Projekt titelgebend machte. vistisch“, betont Krauss, „mein Anspruch ist ein kulinarischer: Bei uns gibt es gutes Essen, das individuell auf die Kunst abgestimmt wird, mit der es korrespondiert beziehungsweise auf die es reagiert.“ Mit dem Zagreus Projekt hat Krauss Fotos: Zagreus Projekt Vernissage werden Appetizer gereicht, die auf das eigentliche Menü neugierig machen. Bis zu 24 Gäste finden dann pro Menüabend an der langen Tafel der Galerie Platz. Weil das Setting so außergewöhnlich ist, macht Krauss ladenen Künstler kulinarisch inspirieren lässt. Ob nicht beides Kunst sei, lässt er sich fragen. „Nein, Kochen, so innovativ und kunstvoll es sein mag, ist Handwerk, so verstehe ich meine Arbeit zumindest.“ 18 19

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