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Berlin to go, Ausgabe 3.2017

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DISKURS „WIR HABEN

DISKURS „WIR HABEN GERAD Text: Eva Scharmann Hohes Innovationstempo in der Medienbranche – der Werbevermarkter Ströer erhöht die Taktzahl und wandelt sich zum Medienhaus Vor 162 Jahren wurde in Berlin die erste Litfaßsäule aufgestellt. Die älteste Werbeform der Außenwerbung prägt immer noch das Stadtbild. Gleichzeitig hat sich – Stichwort Digitalisierung – im Out-of-Home-Bereich, also der Außenwerbung, viel verändert. Als Innovationstreiber in der Außen- und Onlinewerbung versteht sich die Ströer- Gruppe. Das Unternehmen hat sich rasant entwickelt und gehört heute zu den größten Vermarktern im deutschen Werbemarkt. Sichtbares Zeichen für den Wandel zum Multi-Channel-Medienhaus ist der neue Newsroom in Berlin-Mitte. Verkehrslärm, ein Mix aus einfachen Altbauten und schmuddeligen Plattenbauten, dazu viel Graffiti und wenig Grün: Die Torstraße ist nicht gerade hübsch, zieht aber die digitale Avantgarde magisch an. Die zwei Kilometer lange Straße im Berliner Bezirk Mitte ist Topadresse für innovative Startups und kreative Köpfe aus aller Welt. Kein Zufall also, dass der neue Newsroom von T-Online seit Juni dieses Jahres in der Torstraße 49 residiert. Dort wird dem Web-Urgestein, das der Werbevermarkter Ströer 2015 von der Deutschen Telekom übernommen hat, ein umfassender Relaunch verpasst. Deutschlands reichweitenstärkstes Portal spricht rund 47 Millionen Menschen quer über alle Kanäle an, gilt aber in der Nachrichtenmedienbranche als wenig relevant. Ströer hat nach dem Umzug der Redaktion von Darmstadt nach Berlin Großes vor: „Wir wollen T-Online zu einer führenden publizistischen Stimme in Deutschland machen“, sagt Ströer-Gründer und Co-CEO Udo Müller. Ströer-Gründer und Co-CEO Udo Müller Ein hochmoderner Newsroom auf einer Fläche von 1.000 Quadratmetern mit Amazons Alexa als digitaler Assistentin und eine kreativitätsfördernde Umgebung samt Kinosaal und Konferenzräumen im Skihüttenlook sind dabei das eine. Das andere – und wichtigere – Merkmal ist „unser einzigartiges MultiScreen-MultiTouchpoint-Konzept“, das in Berlin schrittweise umgesetzt werden soll und welches Udo Müller so zusammenfasst: „Wir werden integriertes und multimediales Storytelling über alle Devices, Kanäle und Medien hinweg realisieren.“ Neben aktuellen Ereignissen und Trends werde sich die Redaktion auch am sich stetig wandelnden Nutzerverhalten orientieren. Ab September sollen rund 70 Redakteurinnen und Redakteure unter der Leitung des ehemaligen Spiegel-Online-Chefredakteurs Florian Harms die Kernmarke auf allen digitalen Kanälen und Plattformen stärken und einen einheitlichen Auftritt schaffen. »Die Wurzeln der Ströer- Gruppe liegen in der Hauptstadt.« Foto: Ströer 10

E ERST BEGONNEN “ „Berlin ist Deutschlands Digitalstandort Nummer 1. Hier schlägt das politische Herz der Republik“, sagt Udo Müller, der bereits mit 19 Jahren seinen ersten Verlag führte. Die Ströer-Gruppe ist deshalb schon länger in der Hauptstadt aktiv. In den vergangenen Jahren wurden bereits Websites wie Giga.de, Kino.de und rund zehn weitere Portale in Berlin zusammengezogen. Udo Müller hat eine enge berufliche und persönliche Bindung zu Berlin: „Ich habe hier studiert und vor über 30 Jahren gemeinsam mit Heiner Ströer den Grundstein für unser heutiges Unternehmen gelegt. Die Wurzeln der Ströer-Gruppe liegen also in der Hauptstadt.“ Entsprechend engagiert sich der Werbevermarkter nicht nur am Unternehmenssitz in Köln, sondern auch in und für Berlin – unter anderem seit mehr als zwölf Jahren als Teil des Berlin-Partner-Netzwerks. Darüber hinaus bringt sich das börsennotierte Familienunternehmen beim Denkmalschutz ein, beispielsweise bei der Sanierung des Brandenburger Tors. Es unterstützt zahlreiche Berliner Sportvereine und soziale Projekte wie den Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi. Wie man als Unternehmen erfolgreich eine digitale Transformation im Laufschritt hinlegt, hat Ströer nach einer strategischen Neuausrichtung im Jahr 2013 eindrucksvoll bewiesen. Der bis dahin fast ausschließlich analoge Außenwerber wandelte sich innerhalb weniger Jahre zum größten deutschen Online-Werbevermarkter und zunehmend digitalen Multi-Channel-Medienhaus. „Das Produktportfolio wurde von den klassischen Plakatmedien hin zur Vermarktung von Online-Werbemedien erweitert, die Mitarbeiterzahl stieg auf 8.000 Beschäftigte im In- und Ausland an und wir mussten rund 100 zugekaufte Firmen integrieren“, schildert Co-CEO Müller die Herausforderungen der rasanten Entwicklung. Ein starker Digitalumsatz in den Mediensegmenten Online, Mobile und Out-of-Home sorgt für Wachstum. Im Gesamtjahr 2016 wies Ströer einen Konzernumsatz von 1,12 Milliarden Euro aus. Für 2017 rechnet das Unternehmen mit rund 1,3 Milliarden Umsatz und damit einer weiterhin starken und robusten Geschäftsentwicklung: „Wir erwarten deutlich positive Einflüsse durch unsere letzten Akquisitionen Avedo und Ranger Marketing“, sagt Müller. Weitere Übernahmen im für Ströer zukunftsträchtigen Dialogmarketingbereich stehen auf der Agenda. »Berlin ist Deutschlands Digitalstandort Nummer 1.« Foto: Christian Bullinger Auch bei der Digitalisierung der rund 300.000 Außenwerbeflächen drückt das im MDax notierte Unternehmen aufs Tempo. Mit mittlerweile rund 4.000 Public-Video-Screens in Bahnhöfen, Einkaufszentren und U-Bahnstationen erreicht der Werbevermarkter monatlich mehr als 30 Millionen Menschen. Zudem wird der Ausbau von weiteren innovativen Werbemöglichkeiten wie Roadside Screens – digitale Werbeflächen im Großformat an Straßen – vorangetrieben. Als großer Anbieter von Wartehallen, Kultursäulen, Toiletten und anderen individualisierten Stadtmöbeln entwickelt Ströer zudem mit einem eigenen Thinktank Konzepte für die smarte Stadt der Zukunft. Ein hohes Innovationstempo in einer sich schnell verändernden Umgebung will Ströer-Vorstand Udo Müller als Schlüssel zum Erfolg beibehalten. Und deshalb gilt nicht nur für den neuen Newsroom in Berlin: „Wir haben gerade erst begonnen – seien Sie gespannt, was noch kommt!“ 11

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