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Berlin to go, Ausgabe 2.2019

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STARTUP

STARTUP antike.antenne.jung Drei Worte reichen, um jeden Punkt auf dem Globus zu bestimmen Text: Ines Hein Es ist ein fast schon genial einfaches System. Jeder Punkt der Erde lässt sich über ein System mit drei Koordinaten bezeichnen. Das weltweite Adresssystem what3words – der Firmenname verrät es – hat Wörter zu Koordinaten gemacht. Für Hilfseinsätze im unbegehbaren Katastrophengebiet oder individuelle Treffpunkte auf dem Festivalgelände ist das die Rettung. Und verheißungsvoll klingen die Drei-Wort-Adressen obendrein. Wer selbst schon vergebens auf den Pizzaservice in seiner neu bezogenen Wohnung gewartet hat, wer Rettungskräfte verständigen musste, um einen Notfall auf der grünen Wiese zu melden, und nicht angeben konnte, wo er sich genau befindet, oder auf der Suche nach dem Ferienhaus in den Dünen war, kennt das Dilemma. Adressen sind hilfreich, wenn die zugehörigen Orte eindeutig durch sie auffindbar sind. Über 55 Millionen Menschen in Deutschland, so eine Untersuchung von what3words, haben eine Adresse, die nicht direkt zur Eingangstür ihres Hauses oder Unternehmens führt. Im digitalen Zeitalter greift sogar jeder Zehnte zu Stift und Zettel, um seinen Standort aufzuzeichnen. „Wir hatten die Idee einer vollkommen neuen Form der Adressierung, die zuverlässig, simpel und frustfrei funktioniert“, erklärt what3words-Geschäftsführerin Clare Jones. Ihr vor sechs Jahren in London gegründetes Unternehmen hat heute knapp über 100 Mitarbeiter weltweit, operiert in 27, bald 34 Sprachen und durfte sich jüngst über Unternehmensbeteiligungen von Daimler und der Deutschen Bahn freuen. In den neuen Modellen von Mercedes und Ford ist das wortbasierte Adresssystem bereits standardmäßig integriert. Airbnb und der Reiseführerverlag Lonely Planet arbeiten lange schon mit Drei-Wort-Adressen. Das Interesse internationaler Konzerne an britischen Tech-Startups ist riesig. Zu Recht. „Wir haben die Welt in 57 Billionen Planquadrate von drei mal drei Metern aufgeteilt“, erläutert Jones. „Jedem dieser Quadrate haben wir in 27 Sprachen per Zufallsprinzip eine einmalige Drei- Wort-Adresse zugeordnet – unserem Headquarter in London zum Beispiel ///fenster.ausgleichen. nahezu.“ Auf diese Weise lässt sich jeder Punkt auf dem Globus exakt bezeichnen. „Das Charmante dabei ist, dass sich drei Worte in der eigenen Muttersprache ganz einfach merken lassen“, so Jones, „indem wir auf numerische Koordinaten verzichten, kommen wir der intuitiven Navigationsweise des Menschen deutlich näher.“ Der Service kann Foto: © Berlin Partner 40

Jeder Punkt der Erde hat seine eigene Adresse: Für diese Idee hat what3words zahlreiche Auszeichnungen erhalten. über die kostenlose App auf Smart Devices oder über die Online-Karte unter map.what3words.com genutzt werden. Als kostenpflichtiger Service für Unternehmen lässt sich der Code außerdem in Apps und Websites integrieren. Gemeinnützige Organisationen sind wie Privatnutzer von der Bezahlpflicht ausgenommen. Adresssystem in ihre Suchmaske integriert, um Gäste punktgenau abholen zu können. „Gerade an Orten wie Berlin, wo es Straßennamen mehrfach gibt oder neu benannte Straßen in keinem Navigationssystem verzeichnet sind, machen wir das Leben der Menschen deutlich einfacher“, freut sich Jones. Die Besonderheit von what3words ist seine Integrationsfähigkeit in bestehende Karten- und Navigationssysteme. Wer seine Drei-Wort-Adresse über die App oder die Web-Map eingibt, kann sich über das bevorzugte Navigationssystem in seinem Smartphone oder Auto an den gewünschten Punkt führen lassen. In der Anwendung ist das neue System bestechend einfach. Und es kann mehr. „Eines der größten Probleme, die wir beispielsweise bei Naturkatastrophen überall auf der Erde sehen, ist, dass Adressen ausgelöscht werden oder sich Notfälle dort ereignen, wo es keine Infrastruktur gibt“, betont Jones. Ihr Unternehmen hat Rettungskräften bei Noteinsätzen auf den Philippinen und in Nepal geholfen, Helfer zum richtigen Ort zu bringen. Die UK Emergency Services setzen für die Lokalisierung von Notfällen auf what3words. Aber auch Shared-Ride-Anbieter wie das in Berlin ansässige Unternehmen Allygator haben das Neben Niederlassungen in den USA, Südafrika, Saudi-Arabien und der Mongolei, wo what3words die offizielle Adresssystematik stellt, plant das britische Unternehmen die Eröffnung eines Berliner Standorts. „Berlin ist für uns der ‚place to be‘“, so Jones. „Die Stadt ist aufgrund ihrer Geschichte prädestiniert für ein neues Adresssystem, und die Berliner sind maximal technikaffin und offen für Neues.“ Bei allen praktischen Vorteilen darf ein bisschen Alltagspoesie nicht fehlen. Die Adressen selbst entstehen nach dem Zufallsprinzip. Lediglich namhafte Plätze bekommen besonders gebräuchliche, meist kurze Worte zugewiesen, die sich gut merken lassen. „Unsere Adresse in der Mongolei lautet ///powerful.gains. animates.“, erklärt Jones. „Drei starke Worte, die für mich auch ein wenig verheißungsvoll klingen.“ Technische Poesie eben. Wer neugierig geworden ist, darf sich direkt auf die Suche nach ///reste. gründete.antraten. machen! 41

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