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Berlin to go, Ausgabe 2.2019

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COFFEEBREAK COFFEE BREAK

COFFEEBREAK COFFEE BREAK Lukas Breitenbach im Gespräch mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller HERR REGIERENDER BÜRGERMEISTER, VIE- LEN ZEITUNGSBERICHTEN WAR ZU ENT- NEHMEN, DASS BE BERLIN DURCH ETWAS NEUES ERSETZT WERDEN SOLL. WARUM? be Berlin hat uns in den vergangenen Jahren überall begleitet, ist präsent und steht für unser Hauptstadtmarketing. Das ist eine tolle Leistung vieler Mitwirkender, denen unsere Stadt am Herzen liegt. „be Berlin – sei Berlin!“ war eine ausgesprochene Einladung, die viele Menschen angenommen haben. Ein Angebot an Kreativität, Individualität, freie Entwicklungsmöglichkeiten… Als es ausgesprochen wurde, diskutierte in der Stadt noch niemand über Wohnraummangel, Energiewende, Mobilität und Sicherheit in der Form, wie wir es heute tun – und tun müssen, weil sich die Stadt verändert hat. Es sind über zehn Jahre vergangen. Berlin ist dichter geworden, mehr Menschen suchen und finden hier eine Heimat. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich geändert. Wir sind eine europäische Metropole, ein international anerkannter Wissenschafts- und Forschungsschwerpunkt – diese Verantwortung wollen wir annehmen. Deshalb muss auch das Stadtmarketing auf diese Veränderungen reagieren. Wir sind nicht die oberflächliche Partymetropole – Wir sind DIE europäische Hauptstadt, die Stadt der Freiheit. WOHIN SOLL SICH DIE MARKE BER- LIN DENN ENTWICKELN? WAS WÄRE DENN DIE PERSPEKTIVE? Wenn wir zurückschauen, dann hat Berlin ein Angebot unbegrenzter Freiheit, ohne Regeln, Individualität im Sinne eines „Ich kann hier einfach tun und lassen, was mir gefällt“ gemacht. Heute formulieren die Berlinerinnen und Berliner, das haben unsere Untersuchungen zum Hauptstadtmarketing ganz anschaulich herausgearbeitet – eine Sehnsucht nach Solidarität, nach Gemeinschaft. Natürlich lieben wir die Freiheit, wir werden niemals auf sie verzichten – doch wir möchten keinen rücksichtslosen Egoismus. Wir wünschen uns ein Zusammenleben, in dem alle auch auf ihre Nachbarinnen und Nachbarn gucken, man achtsam miteinander umgeht und man sich auf gemeinsame Regeln verständigt. Das reicht von der Sauberkeit der Gehwege, über bisweilen rau-charmante Verkaufsgespräche an der Currywurstbude bis hin zu Lärmschutz-Vereinbarungen. Es umfasst auch unser großartiges ehrenamtliche Engagement oder die Aktivitäten unserer Unternehmen unter der Überschrift der Nachhaltigkeit. Unser Zusammenleben soll bei allem Bekenntnis zu Freiheit, Offenheit und Toleranz auch ein Bekenntnis zur Qualität unserer Gemeinschaft beinhalten, also eine Veränderung hin zu kollektiver Freiheit. 36

Foto: © Wolf Lux „BERLIN IST FÜR MICH EINE VOLLKATASTRO- PHE, DIE ICH AUS TIEFSTEM HERZEN LIEBE.“ DAS IST EIN ZITAT AUS DEN BEFRAGUNGEN ZUM HAUPTSTADTMARKETING. KÖNNEN SIE DIESE ANTWORT UNTERSCHREIBEN? Man sieht: Diese Stadt lässt einfach niemanden unberührt. Sie ärgert uns manchmal, aber noch mehr fasziniert sie uns. Sie verlangt uns auch etwas ab. Und wir müssen uns um sie kümmern. WIE GEHT ES JETZT WEITER MIT DEM RELAUNCH DES MARKETINGS? Wir haben den ersten Schritt getan und ich wünsche mir, dass möglichst viele Menschen in der Stadt sich unsere Untersuchungsergebnisse ansehen, dass die Diskussion weitergeht. Es werden ja wichtige Fragen gestellt. Teilen viele Berlinerinnen und Berliner unsere Beschreibung der Stadt, sprechen wir ihnen aus dem Herzen? Gibt es einen „Stolz der Härte“? Eine „trotzige Liebe“? Denken wir das Gleiche, wenn wir sagen: „Berlin ist mutig.“ Und sind alle mit an Bord, wenn wir selbstbewusst formulieren „Berlin muss beweisen“? In der Senatskanzlei geht der Prozess weiter. Wir werden eine externe Begleitung hinzuziehen, die den Prozess mit uns steuert und auch dafür sorgt, dass so viele Stakeholder wie möglich eingebunden werden können, so viele Partner wie möglich mitgenommen werden. Das Stadtmarketing soll von den Menschen dieser Stadt als „angemessen“ empfunden werden. Wir brauchen dazu natürlich auch die Bezirke mit all ihren Besonderheiten und die Verwaltungen. Es ist wie das Dirigieren eines großen Orchesters, wenn am Ende eine musikalische Harmonie, ein Wohlklang entsteht. Dieser Prozess ist ein ganz wichtiger Bestandteil. Zu allem gehört natürlich auch ein Vergabeverfahren, an dessen Ende die Entscheidung für eine Agentur, die dem zukünftigen Hauptstadtmarketing Vorschläge zur Sichtbarkeit macht und Antwort gibt auf die Frage: Was folgt auf ‚be Berlin‘? WAS WÄRE IHR FAVORIT FÜR EINEN NEUEN BERLIN-SLOGAN? Ich habe keinen Favoriten, ich bin nicht einmal davon überzeugt, dass die Marke Berlin einen neuen Slogan braucht. Vielleicht engt uns ein Slogan viel zu sehr ein…. Wir müssen nicht sagen, Berlin wäre „das Land der Frühaufsteher“, wir müssen auch nicht sagen, dass wir „alles außer Hochdeutsch“ können oder seufzen „Es kann so einfach sein“. All dies sind Beispiele für Slogans, die die jeweilige Marke, das Bundesland, beschreiben. Ich freue mich auf die Diskussion und will ihr gar nicht vorgreifen. Vielleicht sagen wir am Ende mutig: Slogan brauchen wir nicht. Berlin ist Berlin. 37

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