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Berlin to go, Ausgabe 2.2019

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PERSPEKTIVEN

PERSPEKTIVEN Christoph Paul Ritzkat, seit 2017 Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Kieback&Peter BERLINER ORIGINALE INNOVATION AUS TRADITION Kieback&Peter setzt Standards bei intelligenten Gebäudelösungen Text: Gabriele Schulte-Kemper Es ist der 24. Februar 1927, an dem Dipl.-Ing. Paul Peter und Dr.-Ing. Erich Kieback die kleine „Fabrik für selbsttätige Regler“ in Berlin gründen. Damals konnte den beiden Gründern kaum bewusst gewesen sein, dass sie damit den Grundstein für ein heute weltweit führendes Unternehmen legten und dass sich ihr Geschäftsfeld in den kommenden Jahrzehnten zudem extrem ändern sollte. Die ursprüngliche Geschäftsidee von Kieback& Peter: Die Regelung von Hochtemperaturöfen für die damals boomende Elektroindustrie. Ihr Grundsatz: Die einfachste Lösung für den Kunden zu finden. Die Anfangszeit ist geprägt von Pionierleistungen in der Regelungstechnik. Im analogen Zeitalter entwickelt Kieback&Peter vor allem Raumthermostate, Antriebe, Außenund Vorlauftemperaturfühler. Ihr Wissen über industrielle Anwendungen übertragen die Gründer zunehmend auf Wohn- und Gewerbebauten. Mit Können, Enthusiasmus und wohl auch der nötigen Portion Mut nahm das Unternehmerduo schnell sein erstes Großprojekt an: Die Regelung der Heizungsanlagen im Flughafen Berlin-Tempelhof – seinerzeit das flächengrößte Gebäude der Welt. Das Unternehmen wächst stetig, und ebenso stetig wandeln sich die technischen Ansätze. In den 1980er-Jahren erblickt der „Regel-Optimier-Prozessor (ROP)“ das Licht der Welt – der erste digitale Regler, der bewusst auf eine analoge Bedienoberfläche setzt. Lange bevor sich Trendbegriffe wie „Usability“ und „User Experience“ etablieren, beherzigt Kieback&Peter schon die Philosophie, die dahintersteckt: Den Nutzern einfache und intuitive Bedienungen ermöglichen, sodass sie Spaß daran haben. Fotos: © Kieback&Peter, © Shutterstock 24

Eng verwoben ist die Geschichte des Unternehmens außerdem mit der ihres Standorts. „In Berlin wurden wir, was wir sind: ein führender Anbieter von Gebäudeautomation. Da fühlt man sich in der Stadt natürlich sehr verwurzelt“, sagt Christoph Paul Ritzkat, seit 2017 Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Kieback&Peter. „Berlin war schon immer ein spannender Ort. Einerseits ein Hotspot für die Startup-Szene. Andererseits gibt es die vielen Berliner Urgesteine und alteingesessenen Unternehmen, die die Stadt zu einem wichtigen Industriestandort machen. Dazu tragen auch wir bei – und dies seit über 90 Jahren. Dabei sehen wir uns gewissermaßen als ältestes Startup der Stadt. Alter und Größe passen zwar nicht ganz, aber den Spirit, das Herz und die Leidenschaft haben wir uns bewahrt.“ Der Fall der Berliner Mauer und das Ende des Kalten Kriegs sorgen in den 1990er-Jahren für Aufbruchstimmung im gesamten Land – auch bei dem Experten für Gebäudeautomation. Zusätzlich zu den Niederlassungen in Westdeutschland, gründet Kieback&Peter fünf Standorte in den neuen Bundesländern und bezieht den neu gebauten Firmenhauptsitz in Berlin-Neukölln. Vor den Toren der frisch gekürten Bundeshauptstadt entsteht das Produktionswerk Mittenwalde und schafft Arbeitsplätze in Brandenburg. Mit der Gründung neuer Auslandstöchter schreitet auch die Internationalisierung rasch voran. „Während für unsere Gründerväter vor allem Berlin im Fokus stand, betrachten wir heute den Markt aus globaler Perspektive und agieren entsprechend – an „Wir sehen uns gewissermaßen als das älteste Startup Berlins.“ Christoph Paul Ritzkat Aktuell rüstet Kieback&Peter das komplette Berliner Stadtschloss mit Gebäudeautomation aus. weltweit 50 Standorten in elf Ländern“, erläutert Ritzkat die internationale Ausrichtung des Unternehmens. „Dies kommunizieren wir seit Kurzem auch in unserem neuen Markenclaim: ‚Smart Buildings are Orange‘ positioniert uns weit über die Grenzen Deutschlands hinaus als führenden Anbieter intelligenter Gebäudelösungen.“ Zu den internationalen Kunden des Berliner Mittelständlers zählen beispielsweise Flugzeughersteller wie Airbus oder Automobilkonzerne wie Daimler. Der Stuttgarter Autobauer beauftragte Kieback&Peter zuletzt mit der kompletten Vernetzung der Wasser-, Energie- und Abfallsysteme eines Motorenwerks in Peking. Eine herausfordernde Aufgabe – immerhin mussten Daten von etwa 500 Stromzählern, 40 Messstellen für Warm- und Kaltwasser sowie Zähler für Druckluft in einem System zusammengeführt werden. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 1400 Mitarbeiter weltweit und verfolgt eine besondere Mission: Gebäude smarter und nachhaltiger machen. „Wir sehen uns als Schnittstelle zwischen Mensch und Gebäude – sozusagen als „Human Building Interface!“ Mit unserer Technologie ermöglichen wir eine optimale Interaktion zwischen beiden Seiten.“ Durch vernetzte Metasysteme, virtuelle Services und Künstliche Intelligenz können Gebäude heute noch Dipl.-Ing. Paul Peter und Dr.-Ing. Erich Kieback gründeten 1927 die kleine „Fabrik für selbsttätige Regler“. 25

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