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Berlin to go, Ausgabe 2.2018

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SERVICE PATENTER EINFALL

SERVICE PATENTER EINFALL Von der zündenden Idee zum fertigen Produkt Es fängt immer mit einem Problem an: etwa wie man Ultramarin herstellt. Hierfür muss man Ultramarinviolett, auf 130 bis 150 Grad Celsius erhitzen und den Dämpfen einer mehr oder weniger konzentrierten Salpetersäure aussetzen. „Stark konzentrierte Salpetersäure ergibt eine bis zu lichtem Rosa aufsteigende Farbe, verdünntere Salpetersäure dagegen ein tieferes und dunkleres rothes Ultramarin.“ So steht es in der Patentschrift, die das Kaiserliche Patentamt des Deutschen Reichs in Berlin einem gewissen Johann Zeltner von der Nürnberger Ultramarinfabrik am 2. Juli 1877 erteilt. Es war das erste deutsche Patent überhaupt. Ein Problem, vor dem Unternehmen heute stehen, sind zu große Datenmengen. Hier hat die Berliner Teraki GmbH eine zündende Idee gehabt: „Big Data ist nicht nur in Deutschland eine Möglichkeit, Geschäftsprozesse zu optimieren, sondern Fragestellungen rund um dieses Innovationsfeld werden weltweit erforscht. Daher ist es für Teraki sehr wichtig, sich auf dem weltweiten Markt rechtzeitig mit dem entwickelten Know-how zur Datenreduktion zu etablieren, um neue Marktpotenziale zu erschließen“, sagt Geschäftsführer Daniel Richart. Die Grundlage für innovative Ideen ist es also in den meisten Fällen, ein Problem zu erkennen und dann an einer Problemlösung zu arbeiten. Auf dem langen Weg von der Idee bis zum marktfähigen Produkt gilt es viele Dinge zu beachten – und dabei können auch die Fördermaßnahmen von Land, Bund und der EU unterstützen. Ist erst eine Problemlösung für ein technisches Problem erarbeitet und vielleicht sogar ein funktionierender Prototyp produziert worden, stellt sich vielen Unternehmen die Frage, wie verhindert werden kann, dass Konkurrenten die gute Idee abkupfern. Hier hilft das Patent, durch das ich anderen die Nutzung der innovativen Lösung untersagen oder erlauben kann. Allerdings gibt es nicht nur diesen Grund, sondern viele weitere Fragestellungen rund um das Patent. Michael Schwedtke, Projektmanager im Bereich Innovation Services | Förderung Finanzierung: „Zu den wichtigen Fragen gehören: Hat mein Produkt überhaupt Marktchancen? Will ich mein Patent auch in anderen Ländern schützen? Bin ich gegebenenfalls bereit, mein Patent auch vor dem Foto: iStock.com 24

Patentgericht zu verteidigen? Und: Will ich auch weitere Patente oder begleitende Schutzrechte wie zum Beispiel Marken für mein Produkt anmelden?“ Über diese Fragen sollte man sich Gedanken machen, um eine sinnvolle Patentstrategie für sein Unternehmen beziehungsweise sein Produkt aufzubauen – und auch entsprechend mit den finanziellen Investitionen zu rechnen. „Und genau bei diesen Fragen helfen der Patentservice von Berlin Partner oder andere Anlaufstellen wie etwa Patentanwälte“, so Schwedtke. Nachdem die Entscheidung für eine Patentanmeldung gefallen ist, kann geprüft werden, ob das Unternehmen für die WIPANO-Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie infrage kommt. WIPANO, das heißt Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen, soll durch eine effiziente Sicherung und Nutzung von geistigem Eigentum die wirtschaftliche Verwertung von innovativen Ideen und Erfindungen aus öffentlicher Forschung und die Nutzung des kreativen Potenzials insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) unterstützen. Hier gibt es eine Anteilfinanzierung von 50 Prozent – bis zu 16.575 Euro, ein Programm, von dem auch Teraki profitiert hat: „Teraki hat maßgeblich von dem Programm SIGNO, dem Vorgänger von WIPANO, profitiert, um erste Patente zu finanzieren und gezielter zu definieren. Eine Patentierung ist auch für softwaregetriebene Geschäftsmodelle immer wichtiger geworden“, sagt Teraki-Chef Richart. „Mit der Idee der technischen Lösung allein ist es nicht getan, sondern es gilt auch das Produkt entsprechend fortzuführen“, weiß Patentexperte Schwedtke. Hierbei hätten insbesondere KMU finanzielle Engpässe bei der Umsetzung der teils hochrisikobehafteten Entwicklungen. Auch wissenschaftliches Know-how sowie die Kapazitäten zur Umsetzung der Innovationsphasen von der industriellen Forschung über die experimentelle Entwicklung bis hin zum Produktionsaufbau könnten knapp werden. „Hier können gerade Kooperationen mit anderen Unternehmen oder auch Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen Titelfoto: William Perugini – Fotos: Martin Schlecht – 123rf.com, ©WBM_Sieger, ©Czy IEM 5

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