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Berlin to go, Ausgabe 2.2017

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COFFEE TO GO AUF EINEN

COFFEE TO GO AUF EINEN COFFEE TO GO Annabell Dörksen trifft Udo Schloemer, CEO und Gründer der Factory SoundCloud, Uber, Google for Entrepreneurs – egal ob Global Player oder Unicorn der Berliner Startup-Szene: Sie alle haben die Factory als ihren Unternehmenssitz gewählt. Für CEO und Gründer Udo Schloemer ist die Factory heute aber weit mehr als ein Coworking-Space. Ein Gespräch über wahren Innovationsgeist, den Wert von persönlichen Begegnungen im digitalen Zeitalter und den besonderen Spirit Berlins. WAS HEISST FREIHEIT FÜR DIE FACTORY? Udo Schloemer(US): Wir haben uns bewusst für den Standort Berlin entschieden, weil unsere Hauptstadt wie keine andere Stadt in Deutschland für Freiheit steht. Berlin ist international, hat eine große Kreativszene und man kann verrückte Dinge ausprobieren. Um einen guten Job zu machen, ist es nicht nur relevant, was du von 9 bis 5 machst, sondern auch von 5 bis 9. In Berlin ist für jeden etwas dabei. DIE FACTORY IST EIN ÜBER DIE GRENZEN DEUTSCH- LANDS HINAUS BEKANNTER GRÜNDERCAMPUS – WAS WAREN DIE GRÖSSTEN MEILENSTEINE? US: 2014 waren wir als Coworking Space Vorreiter in Berlin. Heute definieren wir die Factory aber nicht mehr nur als Ort des Arbeitens, sondern als Ort der Begegnung. Im letzten Jahr haben wir einen Club gegründet für Startups, Industrieunternehmen und Künstler. Im Mittelpunkt stehen die Menschen. Unsere Factory Member. Wir bringen sie hier in der Factory zusammen. Zum Beispiel auf einer unserer über 300 Veranstaltungen pro Jahr. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung ist persönlicher Kontakt unerlässlich. WIE FUNKTIONIERT DIE ZU- SAMMENARBEIT ZWISCHEN DEN STARTUPS UND DEN ETABLIERTEN UNTER- NEHMEN? US: Aus der Industrie erhalten wir sehr viele Anfragen. Für uns ist aber am wichtigsten, was sie den Startups tatsächlich zu bieten haben. Wir möchten für unseren Club die 100 besten Industrieunternehmen in Europa finden, die die Fragen der Zukunft wirklich neu beantworten und echte Innovationen schaffen wollen. INNOVATION – EIN VIEL GENUTZTES WORT UNSE- RER ZEIT. WELCHEN WEG MÜSSEN DIE GROSSEN INDUSTRIEUNTERNEHMEN GEHEN, UM WIRKLICH ZU INNOVIEREN UND IM DIGITALEN ZEITALTER MARKTFÄHIG ZU BLEIBEN? US: Sie müssen bereit sein, Ideen zu realisieren, die das eigene Unternehmen gefährden. Disruption heißt nicht, ein bestehendes Produkt zu optimieren, sondern alles infrage zu stellen. Die großen Aktiengesellschaften in Deutschland sind oftmals nur auf der Suche nach einer digitalen Beruhigungspille. Die Frage darf nicht sein: Wie kann ich das Auto verbessern? Sondern: Welche Form der Mobilität brauchen wir in Zukunft überhaupt? WAS SIND GRUNDSÄTZE DER ZUSAMMENARBEIT? US: Gerade beim Thema Digitalisierung ist es wichtig, dass Entscheider in Unternehmen lernen, stärker auf die Gründer zu hören als auf die eigenen Manager. Sie sind die Digital Natives. Wenn du wissen willst, wie man auf einen Baum klettert, solltest du besser einen 5-Jährigen fragen als einen 30

50-Jährigen. Außerdem ist Vertrauen wichtig. Große Leistungen entstehen nur im Team. Unternehmen sollten nicht alleine nach Lösungen suchen, sondern ganze Industriezweige in Deutschland gemeinsam an der Zukunft arbeiten. DU HAST EINMAL GESAGT, DASS DEUTSCHLAND GUT DARAN TUT, BERLIN ALS EIN AUSHÄNGESCHILD FÜR SICH ZU NUTZEN. WARUM? US: In den USA ist das Valley zum Synonym für die Startup- Kultur geworden, obwohl es auch andere Regionen gibt, die eine rege Gründerszene haben. Wir sollten mit Berlin auch eine solche Marke etablieren und vermarkten und das nicht nur für Deutschland: Berlin ist die Digitalhauptstadt Europas. ZUM UNTERNEHMEN: 2014 gegründet Sitz in Berlin-Mitte und -Kreuzberg Rund 20.000 m 2 Fläche Über 1.000 Mitglieder Über 300 Veranstaltungen pro Jahr Foto: Berlin Partner/Peter-Paul Weiler Udo Schloemer Udo Schloemer ist Gründer und CEO der Innovation Community Factory – Betreiber des größten Startup-Campus in Deutschland. Seine Unternehmerkarriere begann der studierte Versicherungsfachwirt 1992 in der Vermögensverwaltung mit Gründung der Schloemer & Partner GbR. 1997 gründete Schloemer die Immobilien-Entwicklungsfirma „S+P Real Estate“, die sich auf die Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden und Wohnobjekten konzentriert. 1998 zog es Udo Schloemer nach Berlin, wo er von 2006 bis 2008 Geschäftsführer von Lehman Brothers Deutschland war. Schon früh erkannte Schloemer die Potenziale und Chancen der Digitalisierung. Als einer der ersten Geldgeber für Startups in Berlin investierte er mit seiner Beteiligungsgesellschaft JMES seit 2007 in namhafte Startups wie u.a. 6wunderkinder, EyeEm und Monoqi. Im Jahr 2011 gründete Schloemer die „Factory“ und konnte so seine beiden großen Leidenschaften – Immobilien und Startups – verbinden. Udo Schloemer lebt in Berlin, ist verheiratet und hat zwei Kinder. 31

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