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Berlin to go, Ausgabe 1.2017

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STARTUP AGIL WIE EIN

STARTUP AGIL WIE EIN STARTUP UND STABIL WIE EIN KONZERN Text: Ines Hein Foto: Olaf Heine Chris Bartz, CEO und Co-Founder von Elinvar, im Gespräch mit Berlin to go über die Erfolgsfaktoren für FinTechs und die Geschichte hinter seinem Firmennamen HERR BARTZ, VOR IHRER GRÜNDUNG WAREN SIE ZULETZT ALS VENTURE PARTNER BEI FINLEAP, EINEM COMPANY BUILDER, TÄTIG. WELCHES SIND AUS IHRER SICHT DIE ERFOLGS- FAKTOREN VON FINTECH- UNTERNEHMEN? Chris Bartz (CB): Es gibt drei Faktoren. 1. Finanzwissen: Unsere Branche unterliegt starken Gesetzmäßigkeiten, die man kennen muss. 2. IT-Kompetenz: Das bezieht sich auf aktuelle Entwicklungen, die man im Auge behalten und für sein eigenes Business nutzbar machen muss. Und 3. unternehmerischer Background. Aufgrund der massiven Geschwindigkeit, die wir erleben, müssen heute unternehmerische Entscheidungen mit Mut, Risikobereitschaft und Schnelligkeit getroffen werden. MIT ELINVAR SIND SIE NUN SELBST ALS GRÜNDER EI- NES FINTECHS AKTIV. WEL- CHE ROLLE SPIELT FINLEAP DABEI? CB: Meine Co-Founder und ich haben uns unter dem Dach von FinLeap getroffen und das gemeinsame Unternehmen dort gestartet. Als wir anfingen, eigene Mitarbeiter einzustellen, war bei FinLeap bereits eine zweistellige Anzahl von Kollegen für uns tätig. Wir konnten uns somit ab Tag eins auf den Aufbau unseres Ventures konzentrieren, während Kernfunktionen bereits liefen. FinLeap brachte uns durch die relevanten Ressourcen essenzielle Vorteile. „Talent“ ist das große Stichwort. FinLeap bekommt jedes Jahr mehr als 10.000 hochqualifizierte Bewerbungen. Dieser Zugang zu Talent ist der Erfolgsfaktor beim Aufbau eines Unternehmens. WAS NOCH? CB: In unserem Fall ein weiterer potenter Branchenpartner. Talanx Asset Management, eine der größten deutschen Asset-Management-Gesellschaften, ist neben FinLeap Gesellschafter von Elinvar. Diese Kombination ist ein entscheidender Vorteil für uns. Wir besitzen die Agilität eines Startups und haben zugleich aber die Stabilität eines Finanzkonzerns. WAS BIETET ELINVAR? CB: Elinvar ist eine Plattform für den Ausbau des digitalen Angebots von Privatbanken 44

und unabhängigen Vermögensverwaltern. Diese etablierten Anbieter haben klare Vorteile in der Positionierung und schaffen nachhaltigen Mehrwert für ihre Kunden. Wir helfen ihnen in die digitale Welt: durch eine vollumfängliche, digitale Lösung – individualisiert entsprechend des Marktauftritts unserer Partner, ihrer Investment-Expertise und ihrer Inhalte und Services für Anleger. Aktuell warten wir noch auf die BaFin-Lizenzierung als Finanzportfolio-Verwalter. Dann bieten wir alle notwendigen Services aus einer Hand. WAS BEINHALTET IHRE STARTHILFE IN DIE DIGITA- LE WELT? CB: Digitalisierung führt zu Individualisierung. Die Anzahl der möglichen Kundenkontaktpunkte nimmt durch Digitalisierung exponentiell zu – laut Studien sind es neu etwa 20-mal so viele. Mit Elinvar können unsere Partner diese Möglichkeiten optimal nutzen – und auch die eigentliche Leistungserstellung, die Vermögensverwaltung selbst komplett digital umsetzen. Am Ende geht es immer darum, die beste individuelle Lösung für den Endkunden anzubieten. WIE INNOVATIV SIND SIE DABEI? CB: Sehr. Wir bewegen uns in unserem Markt immer zwischen Regulation und Fortschritt. Der Schlüssel zum Erfolg ist es gerade deshalb, innovative Entwicklungen im Auge zu behalten, die künftig Schule machen könnten. ZUM BEISPIEL? CB: Amazon Echo. Wir prüfen gerade, ob sich der Voice Service dafür eignet, ihn in die Asset-Management-Kommunikation einzubinden. ANDERE FRAGE: WOFÜR STEHT IHR FIRMENNAME? CB: Für eine Legierung, für die der französisch-schweizerische Physiker Guillaume 1920 den Physik-Nobelpreis erhielt. Elinvar steigerte aufgrund seiner Eigenschaften bspw. die Genauigkeit von Uhren. Ein passendes Bild für uns: Mit unseren Eigenschaften steigern wir die individuellen Stärken unserer Partner in der digitalen Welt. WELCHE ROLLE SPIELT BERLIN DABEI FÜR SIE? CB: Berlin ist ein Ort, an dem viele gut ausgebildete, innovativ denkende Menschen leben möchten. Für FinTechs ist das – neben der Nähe zu großen Banken, Verbänden und der Politik – ein absoluter Vorteil. Für die künftige Entwicklung der hiesigen FinTech-Landschaft wird es allerdings entscheidend sein, dass Deutschland ganz generell ein attraktiver Standort bleibt. Wenn das der Fall ist, kann Berlin auch künftig als FinTech- Capital prosperieren. VIELEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH. Chris Bartz Chris Bartz ist seit 20 Jahren in der Finanzbranche tätig und CEO & Co-Founder von Elinvar. Als Branchenexperte engagiert er sich für ein leistungsfähiges Ökosystem für FinTech und Digital Banking sowie die Vorteile der Digitalisierung allgemein. Dies gilt auch für seine Aufgabe als Vorsitzender des Arbeitskreises FinTechs & Digital Banking beim Bitkom. Vor der Gründung von Elinvar war er unter anderem Venture Partner bei FinLeap, Leiter Unternehmensstrategie und Kommunikation bei der Weberbank und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse sowie in unterschiedlichen Funktionen für die Deutsche Bank und die Dresdner Bank tätig. 45

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