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Berlin to go, Ausgabe 1.2017

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SERVICE NEUE CHANCEN

SERVICE NEUE CHANCEN FÜR BERLINER INDUSTRIE Peter Wetzel und Gisbert Heining, Werkleiter Berlin der LEDVANCE GmbH, über die Zukunft des Unternehmens und Kooperationen am Standort Die LEDVANCE GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der OSRAM GmbH und gehört weltweit zu den führenden Anbietern von Lampen für professionelle Kunden und Endanwender. Die Produktpalette umfasst sowohl fortschrittliche LED-Lampen als auch traditionelle Leuchtmittel, standardisierte Leuchten sowie intelligente und vernetzte Lösungen in den Bereichen Smart Home und Smart Building. LEDVANCE ist in über 120 Ländern aktiv und beschäftigt per 1. Juli 2016 rund 9.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte das Lampengeschäft der Allgemeinbeleuchtung etwa 40 Prozent des Umsatzes von OSRAM und belief sich somit auf rund zwei Milliarden Euro. LEDVANCE IST DIE AUSGRÜNDUNG UND DER LIZENZNEHMER DER MARKE OSRAM FÜR PRODUKTE IM BEREICH ALLGEMEIN- BELEUCHTUNG. WELCHE SCHWERPUNKTE HAT DAS UNTERNEHMEN AUF DEM MARKT UND IN DER PRODUKTION? PETER WETZEL (PW): Die aktuellen Schwerpunkte von LEDVANCE liegen bei der Fertigung konventioneller Lampen für den Consumer-Markt. Dazu zählen aber nicht nur Glühlampen und Energiesparlampen, wie man sie heute in nahezu jedem Haushalt antrifft, sondern auch hocheffiziente Hochdruckentladungslampen für den professionellen Einsatz oder LED-Lampen, sogenannte Retrofits. Einen bisher kleineren Anteil machen komplette Leuchten aus. Dieses Geschäft soll in der Zukunft stärker ausgebaut werden. Hier werden nahezu ausschließlich LEDs zum Einsatz kommen. In den nächsten Schritten sollen mehr und mehr Vernetzungen in die Lichtlösungen kommen, sogenannte Smart-Home-Anwendungen. Im Fokus steht dabei immer der Consumer-Markt, also das Massengeschäft. Wir in Berlin sind aktuell auf die Entwicklung und Produktion von Hochdruckentladungslampen spezialisiert. In kleinen Projekten arbeiten wir aber bereits an LED-basierten Beleuchtungslösungen. ENDE JULI 2016 GAB OSRAM BEKANNT, DASS LEDVANCE FÜR 400 MIO. EURO AN EIN CHINESISCHES KONSORTIUM VER- KAUFT WIRD. KÖNNEN SIE UNS ETWAS ÜBER DEN AKTUELLEN STAND BERICHTEN UND EINSCHÄTZEN, WIE ES MIT DEM UN- TERNEHMEN WEITERGEHT? GISBERT HEINING (GH): Aktuell sind wir in einer Phase, wo wir um die neue Eigentümerstruktur wissen, der sogenannte Change of Control aber noch nicht erfolgt ist. Das heißt, wir sind aktuell noch eine hundertprozentige OSRAM- Tochter, wenngleich der Weg klar aufgezeichnet ist. Für uns im Werk gibt es dazu noch keine konkreten Themen. Generell werden sich die Geschäfte von LEDVANCE und den neuen Eigentümern stark ergänzen. Während LEDVAN- CE seine Stärken im traditionellen Geschäft in Europa und Amerika hat, ist der neue Eigentümer mit LED-Leuchtsystemen im asiatischen Markt stark. Von dieser Situation können beide Seiten profitieren. Am Ende entscheidet aber wie immer die Wettbewerbsfähigkeit. Wer sein Produkt nicht wirtschaftlich entwickeln und fertigen kann, hat in jeder Eigentümerkonstellation Schwierigkeiten. 26

AM STANDORT BERLIN HAT LEDVANCE ETWA 250 MITARBEITER IN PRODUKTION UND ENTWICKLUNG. FÜR WELCHE THE- MEN UND PROJEKTE IST DER STANDORT BERLIN ZUSTÄNDIG? PW: Berlin ist das Kompetenzzentrum für Hochdruckentladungslampen. Das war bereits im Gemeinschaftsbetrieb mit OSRAM der Fall. Die LED- VANCE-Entwicklungsabteilung entwickelt und betreut dabei nicht nur die Produkte und die Produktion hier am Standort, sondern auch andere Fertigungsstätten in Deutschland, Europa, Asien und Amerika. Während in der Fertigung nahezu ausschließlich Produkte dieser Technologie produziert werden, beschäftigen wir uns in der Entwicklung und auch im Engineering mit Zukunftsthemen. Dabei hilft uns unsere Expertise aus den heutigen Lichtanwendungen in der Shopbeleuchtung oder der Straße. Wir kennen zum Beispiel die Bedürfnisse der Kommunen bei der effizienten Beleuchtung von Straßen und Gebäuden. Im Engineering haben wir eine große Expertise beim vernetzten Monitoring und Visualisierung von Produktions- oder Verbrauchsprozessen. Dies wollen wir auch für andere Anwender, also unsere Partner und Kunden, nutzbar machen. WIE BEDEUTSAM IST FÜR SIE DER STAND- ORT BERLIN UND WELCHE VORTEILE BIETET ER AUS IHRER SICHT? PW: Berlin ist zuerst einmal die Stadt bzw. die Region, in der ich lebe. Sie ist einzigartig, da hier Großstadt, Politik, Industrie, Kultur und Natur eng zusammenkommen. GH: Berlin ist aber auch eine Wissenschaftsregion. Es gibt hier 4 Universitäten, 37 Hochschulen, über 20 Technologieparks und circa 70 außeruniversitäre Forschungsstätten. Berlin ist ein Zentrum der Kreativwirtschaft. Hier entstehen täglich neue Ideen. Menschen kommen nach Berlin, um die Gegebenheiten der Stadt zu nutzen, um ihre Projekte weiterzuentwickeln. Es gibt mehr und mehr Gründerzentren und Netzwerke, wo Startups und große Unternehmen zusammenfinden. Von diesem Zusammenarbeiten können sowohl die jungen Startups als auch die etablierten Unternehmen profitieren. SIE PLANEN GEZIELT DEN AUSBAU VON KOOPERATIONEN MIT STANDORTPART- NERN UND SIND AUCH BEREITS MITGLIED IM NEUEN NETZWERK INAM - INNOVATION NETWORK FOR ADVANCED MATERIALS. WIE KÖNNEN BRANCHENMITGLIEDER AUS BERLIN-BRANDENBURG MIT IHNEN KO- OPERIEREN? GH: Wir als LEDVANCE-Werk in Berlin versuchen genau diese Chancen zu nutzen. Wir haben in Spandau ein Werk für die Entwicklung und Produktion von Lampen. Wir haben aufgrund unserer jahrelangen Tätigkeit eine große Expertise für die Industrialisierung und Produktion von hochwertigen Produkten. Wir haben im Werk ein ausgeprägtes Know-how an Entwicklung, Labore und Analytik, wir beherrschen die Qualitätsmethoden, können kleine Maschinen und Vorrichtungen bauen, beherrschen Maschinensteuerungen und Datenvisualisierung von Prozessen. Wir wissen, was man tun muss, um von einer guten Idee zu einem marktreifen Produkt zu kommen. Diese Fähigkeiten wollen wir nutzen, um mit anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Speziell junge Unternehmen können von diesem Angebot profitieren. Sie haben meist eine tolle Idee oder ein Produkt, scheitern aber oft daran, dieses in einen marktreifen Zustand zu bringen. Hier können und wollen wir unsere Expertise anbieten. Wir haben im LEDVANCE-Werk in Spandau sehr gut ausgestattete Produktionsflächen, auf denen wir vielfältige Fertigungsprozesse, vom Prototyp bis zum Massenprodukt, abbilden können. Wir sind dazu mit Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie in Kontakt getreten, haben uns dem Netzwerk INAM angeschlossen, engagieren uns bei diversen Veranstaltungen, zum Beispiel bei der Startup-Competition AdMaCom und werden demnächst auf einer eigenen Homepage mit unserem Angebot werben. Über die Vermittlung von Berlin Partner konnten wir bereits eine mögliche Zusammenarbeit mit einem Startup der Lichtindustrie ansteuern. Interview: Markus Wabersky 27

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