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Berlin to go, Ausgabe 1.2017

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DISKURS DOPING FÜR

DISKURS DOPING FÜR STARTUPS Der Techstars Metro Accelerator fördert in Berlin Innovationen aus der Startup- Welt für Gastgewerbe und Einzelhandel Ein Accelerator ist für neu gegründete Unternehmen wie legales Doping: Dank Finanzspritzen, Büroräumen, Mentoring und Weiterbildungsmaßnahmen können Startups intensiv an ihrem Geschäftsmodell feilen. Der Metro Accelerator hilft in Berlin internationalen Gründerteams, die an der Digitalisierung von Gastgewerbe und Einzelhandel arbeiten, zu wachsen. Warum Metro 2015 einen eigenen Wachstumsbeschleuniger gestartet hat, erzählt Dr. Alexander Zumdieck im Gespräch mit Berlin to go. Der Managing Director des Metro Accelerators verrät auch, was die ausgewählten Startups während ihrer drei Monate in Berlin erwartet und welche Rolle die Digitalisierung im Restaurant von morgen spielt. BEI EINEM ELEVATOR PITCH VERSUCHEN STARTUPS IHR PUBLIKUM KURZ UND KNAPP VON IHRER GESCHÄFTSIDEE ZU ÜBERZEUGEN. WIE WÜRDEN SIE DEN METRO ACCELERATOR IN WENIGEN SÄTZEN ER- KLÄREN? Dr. Alexander Zumdieck: Der Metro Accelerator ist das Startup-Programm des Großhandels- und Lebensmittelspezialisten Metro. Wir laden zweimal im Jahr jeweils zehn junge Unternehmen für ein dreimonatiges Programm nach Berlin ein. Der Accelerator unterstützt sie dabei, ihre digitalen Innovationen für das Gastgewerbe und den Einzelhandel weiterzuentwickeln. Neben einer Finanzspritze und Büroräumen umfasst das Programm den intensiven Austausch mit Mentoren, individuelles Coaching und Workshops. ENTWICKLUNGSBESCHLEUNIGER FÜR STARTUPS GIBT ES BEREITS EINIGE – WARUM HAT DIE METRO 2015 EINEN EIGENEN ACCELERATOR GEGRÜNDET? AZ: Das Besondere am Metro Accelerator ist, dass wir uns auf die Entwicklung von Startups mit den Themen Gastgewerbe und Einzelhandel konzentrieren. Das passt zu dem Unternehmen, das hinter dem Accelerator steht: Metro Cash & Carry ist in 25 Ländern vertreten und ein international führender Spezialist im Bereich Selbstbedienungsgroßhandel. In den mehr als 750 Großmärkten des Unternehmens, das Teil der Metro Group ist, kaufen vor allem Gastronomen ihre Waren ein. Um einen Mehrwert für diese wichtige Kundengruppe zu schaffen, suchen wir mithilfe des Accelerators gezielt nach innovativen technikbasierten Startups. »Die Digitalisierung kann Geschäftsabläufe und Kundenbeziehungen von Restaurants, Hotels und Cate ring- Betrieben vereinfachen und beschleunigen.« IM EINZELHANDEL DAUERT DER SIEGESZUG DES ONLINE-HANDELS SCHON LÄNGER AN. WIE WIRD SICH DIE DIGITALISIERUNG IM GASTGEWERBE ENTWICKELN? AZ: Das Gastgewerbe wird eine noch größere Digitalisierung erfahren als jetzt, da bin ich mir sicher. Das birgt viele Möglichkeiten: Die Digitalisierung kann Geschäftsabläufe und Kundenbeziehungen von Restaurants, Cafés, Hotels, Imbiss- und Catering-Betrieben vereinfachen und beschleunigen. 14

KÖNNEN SIE EIN BEISPIEL DAFÜR AUS DEM METRO ACCELERATOR NENNEN? AZ: Da fällt mir spontan die Checklisten-App des Startups Flowtify ein. Die App für Android-Tablets macht es Unternehmen einfacher möglich, Hygienevorschriften zu dokumentieren. Statt Listen mühsam von Hand auszufüllen, genügt ein Klick auf dem Tablet. Die papierlose Qualitätsmanagement-Lösung kommt übrigens bereits in einigen Real-Märkten zum Einsatz. Inspirierende Workshopatmosphäre im Accelerator Foto: hospitality.metroaccelerator.com/blog WELCHE ROLLE ÜBERNIMMT DAS US-START- UP-NETZWERK TECHSTARS BEIM METRO ACCELERATOR? AZ: Die Metro Group hat Jahrzehnte Erfahrung im Groß- und Einzelhandel. Einen eigenen Accelerator zu starten, war dagegen Neuland. Deshalb haben wir uns Unterstützung von Profis geholt. Techstars ist in der Startup-Szene international bekannt und hat einen sehr guten Ruf. Das US-amerikanische Startup-Netzwerk führt seit zehn Jahren Accelerator-Programme für junge Internetunternehmen durch und ist ebenfalls seit 2015 mit einem eigenen Programm in Berlin vertreten. HAUPTSITZ DER METRO GROUP IST DÜSSELDORF – WARUM IST DER METRO ACCELERATOR IN BERLIN? AZ: Weil Berlin Deutschlands Startup-Metropole Nummer eins ist. Erfolgreiche Startups wie Zalando oder Delivery Hero haben hier ihren Hauptsitz. Die Gründerszene in der Stadt wächst und wächst, jeden Tag entstehen neue Startups. Berlin ist in Deutschland außerdem die Stadt, die das meiste Risikokapital anzieht. Hinzu kommt die internationale Strahlkraft der Stadt. Das sehen wir auch an den über 600 Bewerbungen, die für jedes Programm bei uns eingehen – da sind Startups aus Deutschland, Europa und den USA, Kanada oder Australien dabei. WAS ERWARTET DIE AUSGEWÄHLTEN JUNGUNTERNEHMEN IN BERLIN? AZ: Drei Monate Vollgas! Auf dem sehr dichten Programm stehen zum Beispiel Teammeetings, Coaching-Sessions, Pitch-Trainings, Workshops und Einzelgespräche mit Mentoren – die sind ein wichtiger Erfolgsfaktor: Zur finanziellen Unterstützung in Höhe von bis zu 120.000 Euro kommt die Unterstützung durch ein Netzwerk von 120 Mentoren. Da sind sowohl erfahrene Metro-Manager als auch erfolgreiche Startup-Profis dabei. Auch unser Standort im German Tech Entrepreneurship Center am Berliner Schlossplatz bietet den Startups beste Bedingungen: Sie können während des Programms modern ausgestattete Büros nutzen und sich im Gründerzentrum vernetzen. WIE GEHT ES NACH DEN ZWÖLF WOCHEN WEITER? AZ: Den krönenden Abschluss bildet immer der DEMO DAY, an dem die Startups ihr Unternehmen präsentieren. Dazu laden wir alle Mentoren, potenzielle Investoren und die Medien ein. Durch unsere Investition in das jeweilige Unternehmen und das Alumni-Programm bleiben wir den Startups anschließend weiter verbunden. Nicht wenige davon bleiben übrigens in Berlin und arbeiten von hier aus am zukünftigen Erfolg ihres Unternehmens. STICHWORT ZUKUNFT – WAS STEHT ALS NÄCHSTES AUF DEM METRO-ACCELERATOR- PROGRAMM? AZ: Aufgrund des großen Erfolgs in den vergangenen beiden Jahren bieten wir 2017 neben dem Hospitality-Programm erstmals auch eines für ausgewählte Startups aus dem Retailbereich an. Um das Programm bekannt zu machen und geeignete Jungunternehmen zu finden, waren wir in den vergangenen Monaten viel unterwegs – zuletzt in Tel Aviv zusammen mit Berlin Partner. Die israelische Stadt hat ja ähnlich wie Berlin eine boomende Startup-Szene. Dank der Unterstützung durch Berlin Partner haben wir dort tolle Gründer kennengelernt. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich unser doppelter 2017er Startup-Jahrgang entwickelt! www.metroaccelerator.com Text: Eva Scharmann 15

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