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Berlin to go, Ausgabe 1.2016

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Das Magazin von Berlin Partner, Ausgabe 1.2016

LOCATION MEHR ALS

LOCATION MEHR ALS NACHBARN Campus Charlottenburg und die City West verschmelzen durch urbane Kooperationen zu einem attraktiven gemeinsamen Zentrum in Charlottenburg Der Zukunftsort im westlichen Zentrum Berlins ist geprägt von der Nachbarschaft der Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen des Campus Charlottenburg sowie dem urbanen, gewachsenen Wirtschaftsumfeld der City West. Auf rund 400 Hektar werden neue Grundlagen für zukunftsweisende Technologien, Projekte und Kooperationen geschaffen. Der Campus Charlottenburg – als Initiative des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf, der Technischen Universität Berlin (TU) und der Universität der Künste Berlin (UdK) – gehört zu den größten zusammenhängenden innerstädtischen Universitätsarealen Europas. Etwa 38.000 Studierende und 10.000 wissenschaftliche Mitarbeiter lernen, lehren und forschen hier. Der Campus versteht sich als lebendiges Netzwerk von Personen und Institutionen, die über organisatorische und disziplinäre Grenzen hinweg kooperieren. Diese Allianz und die damit verbundene Nähe technischer und kreativer Ausbildungen zeichnen dieses Areal aus und profilieren den Standort als Zukunftsort. In der unmittelbaren Nähe zu Wissenschaft und Forschung des Campus haben sich zahlreiche Firmen angesiedelt, um den Kontakt mit potenziellen Nachwuchskräften zu pflegen. Kooperationen existieren vor allem in den Bereichen Informations- und 3D-Technologie, Telekommunikation, Elektronik, Antriebsstrangund Fahrzeugentwicklung. Erfolgreich daraus hervorgegangen ist z. B. die Hybrid-Plattform, die interdisziplinäre Kooperationsprojekte fördert und in deren Nähe sich renommierte Forschungseinrichtungen befinden, wie z. B. die historische Physikalisch-Technische Bundesanstalt und vier Fraunhofer-Institute. Sichtbares Ergebnis der Zusammenarbeit ist auch das Charlottenburger Innovations-Zentrum für Gründer (CHIC), das seit 2013 auf dem Campusgelände zur Interaktion von Kreativität und Technologie einlädt. Das CHIC bietet mit 5.500 m² Platz für junge Firmen und Unternehmensgründer aus kreativen und forschungsorientierten Bereichen wie Digitale Medien, IT und Hochtechnologie. Neben den Bildungs- und Forschungseinrichtungen zeichnet sich der Standort auch durch die gewachsenen Wirtschaftsstrukturen in der westlichen City aus, die sich vor allem im gehobenen Einzelhandel und Dienstleistungssektor rund um Kurfürstendamm und Tauentzienstraße auszeichnet. Die Kantstraße hat sich in den letzten Jahren als Design- und Kreativstandort profiliert. Einzelhandelszentren wie das KaDeWe, stilwerk Berlin und BIKINI Berlin sind international bekannt und einzigartig in Berlin. Kulturell werden sie ergänzt durch internationale Events wie Berlinale, Theatertreffen, Tanz in den August, Designmeile und Filmpreisverleihungen. Die Standortqualitäten der City West mit den Potenzialen des Campus Charlottenburg bzw. des CHIC zu verbinden ist Teil der Entwicklungsaufgabe. Ziel ist es, den Campus stärker in die umgebende Stadt einzubinden und einen Ort mit kurzen Wegen als attraktives urbanes Zentrum von Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst zu schaffen. at Campus Charlottenburg/City West auf einen Blick • Lage zwischen Zoologischem Garten und Spreeknie sowie zwischen Savignyplatz und S-Bahnhof Tiergarten • Schwerpunktbereiche: IKT, Kreativwirtschaft, Kunst, Verkehr, Mobilität • Wissenschaft- und Forschungseinrichtungen: TU, UdK, Fraunhofer FOKUS, Fraunhofer IPK, Heinrich- Hertz-Institut, DFG Forschungzentrum Matheon (Matheforschung), Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) • Ausgewählte Unternehmen am Standort: Deutsche Telekom, MetaDesign AG, Siemens Power Generation, SGS Institut Fresenius, Teles AG, 4flow AG Foto: Pressestelle der Technischen Universität Berlin – Ulrich Dahl 26 BERLIN TO GO

LOCATION NEUER GLANZ IN ALTEN HALLEN Schöneweide auf dem Weg vom traditionellen Industriequartier zum attraktiven Standort für Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Kunst Foto: David von Becker Schöneweide ist die „Wiege der Elektropolis Berlin“. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand hier einer der größten Industriestandorte Europas mit dem Schwerpunkt Elektroindustrie und Elektrizitätswirtschaft. Nach vielen Umbrüchen ist Schöneweide heute Wissenschafts-, Wirtschafts- und Technologiestandort sowie Labor und Schaufenster für smarte Stadtentwicklungsprojekte und neue Fertigungstechniken. Schöneweides Geschichte ist eng mit der Geschichte des AEG-Konzerns verbunden, dessen Ansiedlung die Entwicklung von Schöneweide zu einem Industrie- und Arbeiterbezirk begründete. Peter Behrens errichtete Anfang des 20. Jahrhunderts an der Wilhelminenhofstraße eine Reihe eindrucksvoller Industriebauten für die AEG. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges konzentrierten sich in Schöneweide die führenden Betriebe der elektrotechnischen und elektronischen Industrie wie das Kabelwerk Oberspree (KWO), das Transformatorenwerk Oberspree (TRO) und das Werk für Fernsehelektronik (WF) und knüpften damit an die frühere AEG-Tradition an. Etwa 25.000 Menschen arbeiteten hier bis zur Wende entlang der Wilhelminenhofstraße. Nach dem Fall der Mauer ist keiner der ehemaligen Großbetriebe mehr am Standort. Geblieben sind mit den historischen Backsteingebäuden hervorragende Zeugnisse der Industriearchitektur und ein Areal mit etwa 300.000 m 2 Nutzfläche und noch einmal 250.000 m 2 Neubaupotenzial an der Spree, das seinesgleichen sucht. In Schöneweide gibt es nicht nur ein gewaltiges Potenzial für neue Nutzungen, sondern auch zahlreiche Freiräume für frisches Denken. Diese zu entwickeln und in ein tragfähiges Konzept umzusetzen war einer der Gründe, Schöneweide als Zukunftsort zu etablieren. Der wichtigste „Kristallisationskern“ ist das alte AEG-Areal rund um die Wilhelminenhofstraße. Neben großen Firmen wie dem Batteriehersteller BAE und dem Sensorspezialisten First Sensor bestimmt vor allem die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), die seit 2006 am ehemaligen Standort des Kabelwerks Oberspree sitzt, mit ihren vielen technologienahen und kreativen Studiengängen das Profil des Zukunftsortes. Rund 9.000 Studenten lernen derzeit in den alten und neuen Gebäuden an der Spree – einige von ihnen wohnen inzwischen auch hier, zum Beispiel in dem Studentenwohnheim, das sich in der alten TRO-Poliklinik befindet, und arbeiten nach dem Studium in einem der hier angesiedelten Unternehmen aus der Kreativ- und Hightech-Branche. Durch die räumliche Nähe und die enge Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen wird ganz gezielt die Entwicklung von innovativen Produkten gefördert. Unterstützt wird diese Vernetzung vor allem durch die InnovationsWerkstatt Berlin Schönweide. Dort arbeiten ausgewählte Schöneweider Unternehmen mit HTW-Studierenden aus den Bereichen Industriedesign, betriebliche Umweltinformatik und Kommunikationsdesign an unternehmensspezifischen Fragestellungen, um kreative Ideen und erste Prototypen für neue Produkte zu entwickeln. Das geschichtsträchtige Areal an der Spree lädt vor allem Player aus der „wissensbasierten Industrie“ ein, etwa Unternehmen der Optikbranche und der Elektromobilität, soll aber auch Heimat für kreativwirtschaftliche Firmen mit dem Fokus Industrie- und Modedesign sowie den Onlinehandel sein. Zum Standort Schönweide zählen neben dem alten AEG-Gelände auch noch das Areal der Leuchtenfabrik, ehemals Spreehöfe an der Edisonstraße, sowie das Funkhaus an der Nalepastraße. Auf dem Gelände des früheren Standort des DDR-Rundfunks soll laut Plänen des Eigentümers Uwe Fabich, dem auch schon der Postbahnhof gehört, eines der größten Musikzentren der Welt entstehen. at Fakten zum Wissenschafts- und Technologiestandort Schöneweide • Areal von ca. 80 ha Fläche mit einer Vielzahl von architektonisch gut erhaltenen Industriebauten • Labor und Schaufenster für smarte Stadtentwicklungsprojekte und Fertigungstechniken der Zukunft • Standort der HTW; mit 200 Professoren und 9.000 Studierenden in angewandten Wissenschaften • Praxisorientierte Ausbildung am Standort forciert Ansiedlung von Hochtechnologie- und Kreativwirtschaft • Zentrum für Energieeffizienzforschung und Weiterbildung und Innovationswerkstatt sind Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft • Ziel: intelligente Vernetzung von Arbeiten, Wissenschaft, Wohnen und Stadtgesellschaft BERLIN TO GO 27

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